Stephansdom-Eingang wieder gerüstfrei

Vier Jahre lang haben die Arbeiten gedauert, nun ist die Sanierung der Westfassade des Wiener Stephansdoms abgeschlossen. Doch der Dom wird weiter eine Dauerbaustelle bleiben. 3,5 Millionen Euro wurden insgesamt investiert.

Besucher des Doms haben wieder freie Sicht. Die lange Zeit verhüllte Eingangsseite zeigt sich jetzt ohne Baugerüst. 3,5 Millionen Euro seien investiert worden, so Dombaumeister Wolfgang Zehetner. Nicht eingerechnet sind demnach darin die Sanierungskosten für die Heidentürme und das Riesentor.

In einer Aussendung des Vereins „Unser Stephansdom“ unterstrich Zehetner die Bedeutung der Westfassade. An ihr „lassen sich die Entwicklung des Doms und die mittelalterliche Geschichte Wiens wie an wohl keinem anderen Denkmal der Stadt ablesen“.

Stephansdom
APA/ROBERT JAEGER

Gipskrusten mit Lasergerät entfernt

20 Mitarbeiter waren mit der Sanierung beschäftigt, die in zwei Phasen abgewickelt wurde. Zuerst wurde der nördliche Teil saniert, dann der südliche. Verschmutzte Flächen wurden gereinigt, um die unter den Schmutzkrusten verborgenen Schäden untersuchen zu können.

Als sehr zeitaufwendiges Unterfangen erwies sich dabei die Entfernung der Gipskrusten, die sich durch den sauren Regen auf dem Kalkstein gebildet hatten. „Mit einem Lasergerät arbeitet ein Mann etwa eine Stunde lang, um einen Quadratdezimeter Stein zu reinigen“, so Zehetner. Zudem mussten die Mitarbeiter der Dombauhütte absturzgefährdete Teile sichern und fehlende Partien ergänzen.

Außerdem wurden die Fugen zwischen den Steinen geschlossen, damit keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringen kann. Saniert und gereinigt wurden auch die Skulpturen der Fassade.

Dauersanierung der Steinoberfläche

Auch wenn nun die Westfassade in neuem Glanz erstrahlt, die Arbeiten am Dom laufen ununterbrochen weiter. „Es wird immer notwendig sein, den Dom laufend zu restaurieren, denn gerade die fein ziselierte Steinoberfläche ist sehr empfindlich“, so Zehetner.

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