Die zehn nervigsten Ampeln Wiens

Mehr als 3.800 Meldungen zu den nervigsten Ampeln Wiens sind bei einer Umfrage der MA33 (Wien leuchtet) eingegangen. Jetzt sind jene zehn Ampeln in Wien bekannt, die am meisten stören. Aber auch Lösungsvorschläge wurden bereits präsentiert.

Die Ampel Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße erhielt die meisten Stimmen. Hier gibt es laut MA 33 tägliche Rückstaus Richtung Währinger Gürtel, der Döblinger Hauptstraße und der Billrothstraße. Dieser Kreuzungsbereich gilt als der am stärksten belastete Knoten im Norden Wiens. Da in dem Kreuzungsbereich öffentlicher Verkehr, Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer aufeinander treffen, braucht eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer laut MA 33 mehr Zeit. Ein Fachgremium mit Vertretern aller Verkehrsgruppen soll die Lösung erarbeiten.

Räumzeitanzeige könnte Lösung bringen

Auf dem zweiten Platz landete bei der Umfrage die Ampel im Kreuzungsbereich Taborstraße/Obere Augartenstraße. Bei dieser Ampel haben vor allem Fußgänger über zu kurze Grünzeiten geklagt, der Schutzweg wird wegen der nahen U2-Station häufig genutzt. Die Autofahrer, die von der Taborstraße nach rechts in die Obere Augartenstraße einbiegen wollen, haben sich auch über lange Wartezeiten beschwert. Der Rückstau setzt sich oft auch auf die Gleise der Straßenbahn fort. Als Lösungsvorschlag gilt eine Räumzeitanzeige, wie sie derzeit im Bereich Landesgerichtsstraße/Josefstädter Straße erprobt wird. Die Räumzeit des Schutzweges beträgt 19 Sekunden.

Nachts kein Gelbblinkbetrieb

Situationen an manchen Kreuzungen lassen manchmal nur temporäre Lösungen zu.

Der dritte Platz ging an die Ampelanlagen im Bereich Laaer-Berg-Straße/Rudolf Friemel-Gasse. Hier befinden sich in der Laaer Berg-Straße vier Ampeln mit sehr kurzen Knotenpunktabständen. Eine Dreiphasensteuerung ist für Linksabbieger notwendig, daher sind die Rahmenbedingungen für eine grüne Welle schwierig. Zumindest während der Nachtstunden sollen verkehrabhängige Programme geschaltet werden. Ein Gelbblinkbetrieb in den Nachtstunden ist nicht möglich, da ein Schutzweg bei mehrstreifigen Fahrtrichtungen mit einem Lichtsignal geregelt sein muss.

Nicht immer schnelle Lösung möglich

Auf dem vierten Rang landete die Ampel Vorgartenstraße/Walcherstraße. Dort hatten Fußgänger zu kurze Grünzeiten gemeldet. Laut MA 33 war schon vor der Umfrage eine Änderung geplant, seit der Vorwoche gibt es nun längere Grünzeiten.

2.000 Autos pro Stunde

Mix aus Autos und Fußgängern erschwert Lösungen.

Auf Platz 5 liegt die Ampel Altmannsdorfer Straße/Sagedergasse in Wien-Meidling. Es ist eine der am stärksten frequentierten Kreuzungen im Süden Wiens. In Fahrtrichtung Norden gilt es 2.000 Fahrzeuge pro Stunde abzufertigen. In der Morgenspitze sind es aber weit mehr Autos, am Abend ebenfalls in die andere Richtung. Hier ergab die Analyse, dass der starke Linksabbiegestrom von der Altmannsdorfer Straße in die Sagedergasse diesem Verkehrsstrom als direkter Zeitkonkurrent gegenüber steht. Fußgeher haben teilweise bis zu 30 Meter lange Zebrastreifen zu überwinden. Als Lösung sind hier nur großräumige verkehrsorganisatorische Ansätze möglich.

Auf Platz sechs landete die Ampel an der Kreuzung Stadlauer Straße/Hirschstettner Straße. Dieser Stadtteil hat in den vergangenen Jahrzehnten einen enormen Verkehrszuwachs erlebt. Historische Straßenabschnitte lassen nur die Möglichkeit für einspurige Zu- und Abfahrten. Eine Lösung wäre nur durch verkehrsorganisatorische Änderungen möglich, etwa durch eine Einbahnführung in der Süßenbrunner Straße.

Die Ampeln von Platz 7 bis 10

  • Fußgängerampel auf der Reinprechtsdorfer Brücke
  • Ampel auf der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße/Gußhausstraße
  • Ampel auf Kreuzung Biberhaufenweg/Ulanenweg
  • Ampel im Bereich Prager Straße/Rußbergstraße

Link:

Werbung X