Kompromiss um Ausbau der Gruft

Im Konflikt um den Ausbau der Gruft unter der Barnabiten-Kirche zwischen der Caritas und einer Bürgerinitiative dürfte es eine Einigung geben. Bäume standen dem Projekt bisher im Weg.

„Es sind ja dort etwa zehn Bäume. Wir müssen jetzt nur zwei von den Bäumen fällen, zwei kleine Bäume müssen versetzt werden. Das heißt, möglichst viel Grün soll erhalten bleiben“, so Klaus Schwertner von der Caritas gegenüber „Radio Wien“. Dadurch soll es möglich werden, im Pfarrhof der Kirche ein eingeschoßiges Gebäude zu errichten.

Das Gebäude soll als Tageszentrum genutzt werden, während in der Gruft weiterhin bis zu 70 Menschen gleichzeitig übernachten.

Obdachloser in der Gruft
APA/Roland Schlager
Mehr Platz für Obdachlose in der Gruft als Ziel

Anfang 2013 könnte Betrieb starten

Die Bürgerinitiative "Rettet die Pfarrhofbäume“ wollte den Ausbau nicht akzeptieren und wandte sich in einem Offenen Brief an Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) und an Kardinal Christoph Schönborn. Es gab alternative Pläne sowohl von der Bürgerinitiative als auch von der Caritas - mehr dazu in Gruft soll ausgebaut werden.

Schwertner ist zuversichtlich, dass es in den nächsten Wochen eine Einigung geben werde. Wenn alles nach Plan läuft, sollen die neuen Räumlichkeiten Anfang 2013 bezogen werden können.

Seit 25 Jahren Platz für Obdachlose

Derzeit übernachten in der Gruft rund 70 Menschen auf Matten am Boden, die in der Früh weggeräumt werden, damit man Tische und Stühle aufstellen kann. Die Platznot wird aber immer spürbarer. Der Zahn der Zeit nagt an der Einrichtung, die heuer 25 Jahre alt geworden ist - mehr dazu in 25 Jahre Gruft: Mehr Obdachlose.

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