Meidling stimmt für Parkpickerl

Der Bezirk Meidling hat sich für die Einführung des Parkpickerls ausgesprochen. Von der flächendeckenden Kurzparkzone soll vorerst ein Teil von Hetzendorf ausgenommen sein. Die Ausweitung des Parkpickerls verzögert sich aber bis Oktober.

Der Grundsatzbeschluss für die Einführung der flächendeckenden Kurzparkzone wurde einer Aussendung zufolge mit den Stimmen von SPÖ, Grünen und der Liste Pro Hetzendorf beschlossen. ÖVP und FPÖ stimmten dagegen. Bezirksvorsteherin Gabriele Votava (SPÖ) zeigte sich „nach vielen Gesprächen, die wir mit den Bürgerinnen und Bürgern in Meidling geführt haben, davon überzeugt, dass diese Maßnahme ein wirksames Instrument zur Verbesserung der Verkehrssituation darstellen wird“.

Entscheidung für Hetzendorf im März

Votava ist sich laut Aussendung sicher, „dass das Verkehrsaufkommen zurückgehen und sich die Stellplatzsituation für die Meidlinger Bevölkerung verbessern wird“. Auch der Verkehr aufgrund von Autofahrern, die nach Parkplätzen suchen, soll zurückgehen.

Ein Teil der Katastralgemeinde Hetzendorf ist von dem Grundsatzbeschluss ausgenommen. Dabei handelt es sich um das westlich der Schönbrunner Allee und in weiterer Folge Richtung Süden westlich der Jägerhausgasse. Für diesen Bereich sollen im März noch Ergebnisse der Parkraummanagement-Kommission nachgeliefert werden, dann wird eine Entscheidung über das Parkpickerl getroffen.

Parkpickerl an Windschutzscheibe
ORF
Die Ausweitung des Parkpickerls wird sich noch verzögern

Start für neue Kurzparkzonen erst im Oktober

Fix ist jedenfalls, dass sich die Ausweitung des Parkpickerls zeitlich leicht verschiebt. Laut dem zuständigen Koordinator Leopold Bubak ist nun der 1. Oktober als Starttermin vorgesehen. Ursprünglich war der 1. September geplant.

In einigen Bezirken laufen noch Info-Veranstaltungen für die Anrainer. In Favoriten sowie den Bezirken Penzing und bis Hernals gebe es eine positive Tendenz, debattiert werde aber noch über die genaue Grenzziehung, berichtete Bubak. So soll in Ottakring bis zur dritten März-Woche eine Entscheidung fallen - mehr dazu in Parkpickerl: Entscheidung im März.

Als einziger Bezirk führt Währing eine Bürgerbefragung zum Parkpickerl durch. 32.000 Bewohner können sich an der Abstimmung beteiligen, das Ergebnis soll bindend sein - mehr dazu in Währing stimmt über Parkpickerl ab.

Kein Parkpickerl in sechs Bezirken

Einige Bezirke erteilten Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) jedoch bereits eine endgültige Absage. So wird das Parken in Simmering, Hietzing, Döbling, Floridsdorf, der Donaustadt und Liesing auch künftig kostenfrei bleiben. Die betreffenden Bezirke sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt - frühestens aber erst zwei Jahre nach Beginn der ersten Ausweitungsrunde - die Möglichkeit erhalten, ebenfalls Parkgebühren einzuheben.

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