Neuer „Platz des urbanen Lebens“

Das Areal um Hotel Intercontinental, Eislaufverein und Konzerthaus in Wien-Landstraße soll neu gestaltet werden. Experten, Private und die öffentliche Hand sollen einen „Platz des urbanen Lebens“ gemeinsam erarbeiten.

Der dem Unternehmen Wertinvest des Investors Michael Tojner gehören das Hotel und die Fläche des Eislaufvereins. Mit ihm gemeinsam will die Stadt das Konzept für die Neugestaltung des Areals erarbeiten. „Es sollen nicht nur Werte für den Investor geschaffen, sondern auch der öffentliche Raum aufgewertet werden“, betonte Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Das Areal solle zu einem „Platz des urbanen Lebens“ werden, hofft die Stadt.

Bessere öffentliche Anbindung geplant

Verbessert werden soll etwa die Verbindung des Platzes mit dem öffentlichen Raum. Derzeit verhindern Mauern den Blick auf die Fläche des Eislaufvereins. Laut Vassilakou soll der gesamte Bereich als Einheit betrachtet werden. Die Beteiligten - also Hotel, Konzerthaus und Eislaufverein - könnten künftig zum Beispiel Flächen gemeinsam nutzen. Wie dies konkret aussehen könnte, ist noch offen.

Keine Veränderung wird es bei der Fläche des Eislaufvereins gegeben. Nachdem der Bund im Februar 2008 die Fläche verkaufen wollte, verhängte der Gemeinderat eine Bausperre. Diese ist zwar ausgelaufen, der Pachtvertrag mit dem Eislaufverein läuft aber noch bis 2058.

Drei Planungsteams erstellen Konzept

Der Weg zum neuen Areal sieht einen „städtebaulichen Rahmenplan“ vor, und zwar in Zusammenarbeit mit Planern, Architekten und Betroffenen. Anders als sonst oft üblich, wird es keinen städtebaulichen Wettbewerb geben. Stattdessen werden drei Planungsteams eingerichtet, die Entwürfe ausarbeiten sollen.

Der Startschuss dazu soll Anfang Juli fallen, der gesamte Prozess sich bis in den Herbst erstrecken. Die Teams arbeiten übrigens nicht hermetisch: Laut Vassilakou ist geplant, dass sie sich ihre Ideen gegenseitig präsentieren. Dass vor größeren Investitionen gemeinsam nachgedacht wird, soll durchaus Standard werden: „Bei sensiblen Projekten soll das künftig immer so gemacht werden“, kündigte die Planungsstadträtin an.

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