Manner-Schnitte kehrt nach Wien heim

Der Süßwarenhersteller Manner will die Produktion in Wien ausbauen. Dafür wird die Fabrik in Hernals vergrößert und die Produktion der Mannerschnitte wieder nach Wien geholt. Gebaut werden soll nun auch eine Wohnsammelgarage.

Durch die Umbauten soll bis 2015 die Produktionskapazität am Wiener Standort deutlich ausgebaut und die gesamte Waffelproduktion wieder nach Wien verlagert werden: „Zurzeit wird die Manner-Schnitte in Oberösterreich produziert. Das wird dann umgelagert und die Manner-Schnitte wird dann wieder am Standort in Hernals produziert. Da wird dann ein Waffelkompetenzzentrum errichtet“, sagte Karin Steinhart von der Manner AG gegenüber Radio Wien.

Die Wiener Manner-Fabrik in Hernals
APA/Herbert Pfarrhofer
Manner-Standort in Hernals wird ausgebaut

Derzeit verfügt die Josef Manner & Comp. AG über drei Produktionsstätten, die sich allesamt in Österreich befinden. Neben Wien entstehen im niederösterreichischen Wolkersdorf sowie in Perg in Oberösterreich Süßigkeiten, zu denen auch Marken wie Casali, Ildefonso oder Napoli gehören.

„Denkmalschutz besteht nicht“

Mit den Umbaumaßnahmen an der 1890 in Betrieb genommenen Zentrale in Hernals werden nicht nur die Produktionsflächen vergrößert, sondern auch ein Logistikzentrum sowie eine Verladezone errichtet. Außerdem soll am Grundstück ein neues Bürogebäude entstehen. Spatenstich dafür ist am 9. August.

Insgesamt sollen in Wien bis 2015 rund 60 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Produktionsstätte in Perg wird dann aufgelassen. Insgesamt sind 30 Mio. Euro für die baulichen Veränderungen am Wiener Standort budgetiert. Laut Steinhart sei das Denkmalamt zwar an den Umbauplänen interessiert, „Denkmalschutz besteht aber nicht“.

Eindeutiges „Ja“ zu Garage

Gebaut werden soll auch eine Wohnsammelgarage, allerdings erst ab dem kommenden Frühjahr. Das Ergebnis einer Bürgerbefragung fiel eindeutig aus: 86,3 Prozent der Befragten befürworteten den Bau der Garage, 13,7 Prozent sprachen sich dagegen aus. Die Beteiligung der Befragung auf Bezirksebene lag bei knapp 22 Prozent. Entstehen sollen 150 geförderte Parkplätze beim Mannerwerk.

Manner verbuchte 2010 Umsätze in der Höhe von 158,5 Mio. Euro. Knapp mehr als die Hälfte wurde im EU-Ausland lukriert, rund 45 Prozent kam durch österreichische Kundschaft. Den Rest von etwa drei Prozent setzte der Konzern in Drittstaaten um.

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