Parkpickerl bringt Garagenplatz-Aktion

Wenn am Montag die umstrittene Ausweitung des Parkpickerls in Kraft tritt, startet gleichzeitig eine Garagenaktion der Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer. 3.600 Stellplätze werden demnach um bis zu 30 Prozent günstiger vermietet.

Viele Wienerinnen und Wiener sind aufgrund der Parkpickerl-Ausweitung derzeit mehr als verstimmt. Die Garagenaktion soll wohl eine Maßnahme sein, um die Wogen etwas zu glätten. Über 80 Garagen in ganz Wien beteiligen sich laut einer Aussendung der Wiener Grünen an der Aktion und gewähren Rabatte von bis zu 30 Prozent für Dauer- oder Nachtparker.

Insgesamt werden seitens der Garagenbetreiber 3.600 Stellplätze zur Verfügung gestellt und zu einem Aktionstarif vergeben. Alle Infos zu den Garagen, die sich an der Aktion beteiligen, zu den Kosten und zur Anmeldung gibt es online.

Ab 4. Oktober wird jedenfalls gestraft

Von der Ausweitung betroffen sind die Bezirke Meidling, Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Hernals. Das Parkpickerl kann entweder beim Bezirksamt oder im Internet beantragt werden. Es kostet mit 140 Euro um 30 Euro weniger als in den Innergürtelbezirken. Zahlen fürs Parken muss man an Werktagen zwischen 9.00 und 19.00 Uhr. Mit Kurzparkscheinen kann man bis zu drei Stunden lang seinen Pkw abstellen. An Wochenenden und Feiertagen ist das Abstellen des Autos gratis.

Ausnahmen gelten für den Bereich rund um die Stadthalle. Dort gilt die Kurzparkzone an Werktagen zwischen 9.00 und 22.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 18.00 bis 22.00 Uhr. Die Kosten betragen - wie innerhalb des Gürtels - 170 Euro. Hier bleibt es auch bei der Regelung, dass ausgefüllte Kurzparkscheine nur maximal zwei Stunden lang gültig sind.

Ursprünglich hieß es, dass ab 1. Oktober gestraft werde, angeblich gibt es nun aber bis 4. Oktober eine Schonfrist für die Autofahrer.

Parkpickerl heiß diskutiert

Die Ausdehnung der Parkpickerlzonen sorgt seit Monaten für hitzige Debatten. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) gestand zuletzt ein, dass bei der Kommunikation einiges schiefgelaufen sei - mehr dazu in Parkpickerl mit Kommunikationsfehler. Die Opposition sah in der Vorgangsweise ein „Armutszeugnis“ und zog Vergleiche mit einer „Bananenrepublik“. Die ÖVP sprach weiters von einer „tölpelhaften Umsetzung“ - mehr dazu in Parkpickerl für ÖVP „tölpelhaft umgesetzt“.

Für kommendes Frühjahr hat die Stadt jedenfalls eine Volksbefragung über ein neues Modell der Parkraumbewirtschaftung angekündigt. Dieses wird nun mit Unterstützung von Fachleuten erarbeitet. Die erste Runde mit rund 30 Teilnehmern fand Anfang September statt - mehr dazu in Erste Runde der Parkpickerl-Experten.

Parkpickerl Wien - Die neuen Zonen im Detail
APA/Martin Hirsch

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