Weinlese im Mini-Weingarten

Im kleinsten Weingarten Wiens am Schwarzenbergplatz hat die traditionelle Weinlese stattgefunden. 60 Weinstöcke verschiedener Rebsorten sind in dem Garten vorhanden, rund 50 Flaschen gemischter Satz werden produziert.

Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) machte sich gemeinsam mit Dompfarrer Toni Faber und Winzer Hans Schmid vom Weingut Mayer am Pfarrplatz im kleinsten Weingarten Wiens ans Werk. Das Weingut pflegt den Weingarten am Rand des Schwarzenbergplatzs seit Mitte der 1990er Jahre.

Gelesen wurde für den Gemischten Satz, den das Stadtoberhaupt sehr schätzt: "Der Gemischte Satz ist ganz typisch für Wien. Das passt zu Wien, denn ganz Wien ist ein gemischter Satz. Sorgen machte ihm weniger der Wein, als die Farbe seiner Schürze: „Ich finde sie schon in Ordnung, nur, dass sie grün ist, das macht mir ein bisschen Gedanken“, scherzte der Bürgermeister gegenüber der APA: „Ich würde lieber in violett schneiden.“

Bürgermeister Michael Häupl, Dompfarrer Toni Faber, Weingutbesitzer Hans Schmid und Landesweinbauverband-Obmann Herbert Schilling bei Weinlese im kleinsten Weingarten Wiens am Schwarzenbergplatz.
APA/Herbert Neubauer
Weinlese im kleinsten Weingarten Wiens am Schwarzenbergplatz

Auch für Dompfarrer Toni Faber war das Weinlesen eine willkommene Abwechslung zum Alltag: „Ich habe vorher mit Volksschülern das Erntedankfest gefeiert. Aber wenn man das, was ins Körbchen kommt auch noch selber ernten darf und noch dazu mit dem Bürgermeister, dann ist das natürlich eine Sensation.“ Nach getaner Arbeit griff Faber dann lieber zu einem Gläschen Wasser statt Wein: „Das Sechzehntel Wein am Morgen bei der Heiligen Messe reicht, erst am Abend kann wieder der eine oder andere Schluck guten Weins getrunken werden.“

Hohe Qualität erwartet

Nach Jahren der Wetterextreme dürfen sich die Wiener Winzer auf eine Top-Qualität der Weintrauben freuen: „Wir hatten einen tollen Sommer und einen sonnigen Herbst. Das hat eine gute Ernte eingebracht. Mengenmäßig durchschnittlich, aber die Qualität ist sensationell“, versicherte Herbert Schilling, Obmann des Wiener Landesweinbauverbande.

Der Wein aus den rund 60 Rebstöcken am Schwarzenbergplatz soll circa 50 Flaschen Wiener Gemischten Satz bringen. Diese würden dann zugunsten „Licht ins Dunkel“ versteigert werden, hieß es.

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