Wiener Linien wollen mehr Kameras

Die Wiener Linien setzen weiter auf den Ausbau der Videoüberwachung. Ende 2013 soll ein Großteil aller U-Bahnstationen über Videokameras verfügen. Auch in Bus und Straßenbahn wird die Videoüberwachung ausgebaut.

Derzeit werden in zwei Drittel der U-Bahnstationen Videobilder aufgezeichnet und gespeichert. Bis Ende des Jahres soll dann der Großteil der Stationen videoüberwacht werden, hieß es von den Wiener Linien. Dafür müssen die Wiener Linien rund 1,2 Millionen Euro investieren. Dazu kommt der Ausbau der Videoüberwachung in den Straßenbahnen: Seit Sommer 2012 werden dort auch Kameras eingebaut und in den nächsten zweieinhalb Jahren werden bei 100 älteren „ULFs“ jeweils 12 Videokameras installiert.

Auch die Busse werden seit rund einem Jahr mit Kameras ausgestattet. Mittlerweile sind auch hier schon mehr als 100 Kameras installiert. Bei den U-Bahnen sind derzeit „drei von vier Zügen permanent videoüberwacht“, sagte Wiener-Linien-Sprecherin Anna Reich. In den U-Bahn-Garnituren, die neu angeschafft werden und die alten ersetzen, sind die Kameras ohnedies schon eingebaut, so Reich.

„Betroffene sollen sich rasch an die Polizei wenden“

„Die Kameras wirken abschreckend und präventiv“, so die Sprecherin. Im Jahr 2011 hat die Polizei rund 1.400 Mal Anforderungen von Video-Bildern gestellt. Nach 48 Stunden werden die Bilder gelöscht. „Deshalb sollten sich Betroffene rasch an die Polizei wenden“, sagte Reich.

Hauptsächlich geht es um die Aufklärung von Sachbeschädigungen und Taschendiebstählen. „Aber immer öfter können wir der Polizei auch Bildmaterial von Tätern zur Verfügung stellen, die die Öffis benutzt haben, die Tat dann aber anderswo begangen haben“, sagte Reich.

Die Wiener Linien setzen 2013 außerdem die Kooperation mit der Polizei fort. Jeden Tag sind rund 100 Polizisten im U-Bahn-Bereich unterwegs.

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