Neue Mariahilfer Straße ab Sommer

Die Neugestaltung der Mariahilfer Straße beginnt laut Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) im Sommer. In die Befragung zu Querungen der Mariahilfer Straße sei sie nicht involviert gewesen, so Vassilakou im Gemeinderat.

„Ich glaube, dass es klug und gut ist, gerade bei verkehrspolitischen Fragen auch einmal die Bevölkerung den Unterschied erleben zu lassen und dann, wenn sich etwas bewährt, beizubehalten und wenn es sich nicht bewährt, einfach auch einmal zu sagen, das war keine gute Idee und davon abzugehen“, erklärte Vassilakou in der Fragestunde in der Gemeinderatssitzung.

Mariahilfer Straße
ORF
Mariahilfer Straße

Derzeit erarbeitet die Stadt ein Verkehrskonzept, das Ausgleichsmaßnahmen in den Bezirken vorsieht. Damit soll sichergestellt werden, dass Zufahrten in den Bezirken möglich bleiben und möglichst keine Nachteile für Bewohner und Gewerbetreibende entstehen.

Infobox für Anrainer

Ab April können die Wiener außerdem bei der Oberflächengestaltung der Mariahilfer Straße mitreden. Dazu wird es unter anderem eine Infobox am Ort des Geschehens geben, wo Wünsche und Ideen deponiert werden können.

Zusätzlich werden auf der Mariahilfer Straße „Proberäume“ geschaffen, in denen an bestimmten Tagen die zukünftige Mariahilfer Straße erlebbar gemacht werden soll. Kleinere Abschnitte sollen dabei vorübergehend vom Autoverkehr befreit werden. Im Sommer erfolgt dann die Umsetzung der Verkehrsmaßnahmen, Baumaßnahmen wird es noch keine geben.

Nach einer Testphase soll mit der Bevölkerung gemeinsam das Konzept bewertet werden, „inwieweit es sich bewährt hat oder nicht, welche Nachjustierungen erforderlich sind oder – ja sogar - , ob man es ganz sein lässt, weil es sich nicht bewährt hat“, so Vassilakou. Dann will man von den Befragten wissen, was gut sei bzw. auch, was verbessert werden müsse. Ab Frühjahr 2014 stehen jene Baumaßnahmen auf dem Programm, die der Straße ein neues Erscheinungsbild geben sollen.

Anrainer gegen Querungen

Vassilakou ging in der Fragestunde auch auf die kürzlich abgehaltene Befragung ein, bei der sich die Anrainer mehrheitlich dafür ausgesprochen haben, dass zwei maßgebliche Querungen verkehrsberuhigt bzw. unterbrochen werden und somit künftig keine Durchzugsverbindungen mehr sind. Es handelt sich dabei um die Straßenzüge Otto-Bauer-Gasse/Zieglergasse sowie Schottenfeldgasse/Webgasse - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Anrainer gegen Autos.

Grundsätzlich hält Vassilakou Ja-Nein-Fragen bei verkehrspolitischen Themen nicht für klug. Aber Detailfragen, die sich nicht so einfach klären lassen, könnten als „Ultima Ratio“ sehr wohl auch über Ja-Nein-Befragungen abgeklärt werden, wie das bei den zwei Straßenzügen der Fall gewesen sei.

In diesem Zusammenhang betonte sie auch, dass sie in die Befragung zu den Querstraßen nicht involviert gewesen sei: „Ich habe hier nichts mitzureden.“ Dies sei Sache der Bezirksvorsteher, Renate Kaufmann (SPÖ) in Mariahilf und Thomas Blimlinger (Grüne) in Neubau, gewesen.

Betriebe gegen neue Mariahilfer Straße

Auch die Wirtschaftskammer führte eine Umfrage zur Neugestaltung der Mariahilfer Straße durch, dabei sprach sich die Mehrheit der Befragten gegen Fahrverbot und autofreie Zone aus - mehr dazu in Umfrage: Betriebe gegen Fahrverbot.

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