Tempo 30 rund um Mariahilfer Straße

Das neue Verkehrskonzept für die Umgebung der Wiener Mariahilfer Straße ist fix. Einer der wohl wichtigsten Punkte: Die benachbarten Durchzugsstraßen Gumpendorfer Straße, Neustiftgasse und Burggasse werden Tempo-30-Zonen.

Auch Einbahnen werden geändert bzw. neue Fahrtrichtungen vorgeschrieben. Zudem werden eine Reihe von „Mahü“-Querungen unterbrochen und zu Sackgassen, wie das Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) am Freitag mitteilte.

Begegnungszonen werden eingerichtet

Die neue Verkehrsführung, so wurde betont, soll zu einer Verkehrsberuhigung in den angrenzenden Bereichen führen. Die umfassende Beruhigung der inneren Mariahilfer Straße ist schon vor kurzem fixiert worden - mehr dazu in Verkehrskonzept Mariahilfer Straße fix.

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Zwischen Kirchengasse und Andreasgasse wird die beliebte Einkaufsmeile zur Fußgängerzone, auf der lediglich der 13A-Bus der Wiener Linien fahren darf. Im daran anschließenden oberen und unteren Teil der Mariahilfer Straße wird eine sogenannte Begegnungszone eingerichtet, in der eingeschränkter Pkw- bzw Lieferverkehr erlaubt ist.

In den Anrainerbezirken Mariahilf und Neubau wird sich nun auch einiges ändern: Auf der Gumpendorfer Straße, der Neustiftgasse und der Burggasse ist - laut derzeitigen Plänen - künftig nur mehr Tempo 30 erlaubt. Damit soll nach Möglichkeit verhindert werden, dass Autofahrer, die künftig nicht mehr die Mariahilfer Straße benutzen können, auf diese Verbindungen ausweichen, so die Hoffnung der Stadt.

Grafik Verkehrskonzept Mariahilfer Straße Neu
APA/mh

Änderungen im Verkehrskonzept noch möglich

Wer in der Gumpendorfer Straße stadteinwärts unterwegs ist, wird beim Getreidemarkt dann auch nur mehr rechts abbiegen können. Eine Einfahrt nach links auf die sogenannte Zweierlinie wird verwehrt. Überhaupt unterbrochen werden Verbindungen, die bisher die Mariahilfer Straße querten, also zum Beispiel der Abschnitt Schottenfeldgasse/Webgasse.

Mariahilfer Straße
APA/Herbert Pfarrhofer
Neues Konzept bis zum Sommer

Das Verkehrskonzept wird laut Vassilakou-Büro bis zum Sommer im Detail abgestimmt. Ab 12. April wird dazu unter anderem eine „Dialogbox“ in der Mariahilfer Straße eingerichtet, bei der sich Interessierte zum Thema informieren können. Ab Spätsommer 2013 wird die Verkehrslösung getestet bzw. evaluiert. Bis zum Beginn der baulichen Neugestaltung - die im Frühjahr 2014 geplant ist - können im Verkehrskonzept noch Änderungen vorgenommen werden, hieß es.

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