Mariahilfer Straße: Start für Dialogbox

Seit mehr als zwei Jahren wird über eine Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße diskutiert. Die Fakten liegen nun auf dem Tisch. Jetzt können die Anrainer bei der so genannten Dialogbox ihre Meinung deponieren.

Es wird eine Kernfußgängerzone und links und rechts davon Begegnungszonen geben. Die Grätzel entlang der Einkaufsstraße bekommen völlig neue Einbahnregelungen. Die Lösung ist nicht unumstritten, denn Einbahnen werden geändert, Straßen zu Sackgassen und der Durchzugsverkehr wird unmöglich. Jetzt wird auch den von der Umgestaltung unmittelbar betroffenen Anrainern zugehört.

Thomas Blimlinger, Maria Vassilakou, Renate Kaufmann vor Dialogbox zur Mariahilfer Straße
APA/Georg Hochmuth
Die Bezirksvorsteher Blimlinger und Kaufmann mit Verkehrsstadträtin Vassilakou vor der Dialogbox

Drei Wochen Information

Drei Wochen lang steht die Dialogbox auf der Mariahilfer Straße beim Stadtsaal. Hier gibt es Informationen zu den neuen Einbahnregelungen und der Fußgängerzone. Auch die Mariahilfer Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann (SPÖ) und Bezirksvorsteher Thomas Blimlinger (Grüne) aus Neubau werden sich den Bewohnern öffentlich stellen. Der Gegenwind vieler Anrainer ist sicher. So müssen etwa manche von ihnen über den als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesenen Bereich zu ihren Garagen und Stellplätzen zufahren.

Der Unmut über die mangelnde Information und die massive Kritik der Wirtschaftstreibenden bewirkte offenbar ein Umdenken bei der Stadt. Denn zuletzt bestätigte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) erstmals, dass über das Projekt im Herbst abgestimmt werden wird. Allerdings nicht über das gesamte Projekt, sondern immer nur über Teilmaßnahmen - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Erste „Proberäume“.

Konzept mit Begegnungszonen

Den Koalitionspartner SPÖ hat dies nicht gerade erfreut. Klubchef Rudolf Schicker hat gemeint, dass man schon über die Fußgängerzone und die Begleitmaßnahmen abstimmen sollte. Egal wie, jetzt dürfen die Anrainer zumindest in der Dialogbox mitreden.

Anfang März gab das Büro von Verkehrsstadträtin Vassilakou das Verkehrskonzept für die Mariahilfer Straße bekannt. Nachdem sich die Anrainer kürzlich gegen Querungen für Autos ausgesprochen hatten, soll nun das in der Mitte gelegene Stück zur Fußgängerzone mit Radfahrerlaubnis werden. Neu ist, dass die beiden äußeren Abschnitte zu „Begegnungszonen“ umgewandelt werden - mehr dazu in Verkehrskonzept Mariahilfer Straße fix.

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