Ärztefunkdienst weiter ohne Kinderarzt

Schon vor einem Jahr schien es fix - bis heute gibt es sie nicht: Kinderärzte die via Ärztefunkdienst in Wien zu den kleinen Patienten kommen. Es spießt sich an der Finanzierung. Bedarf an Kinderärzten am Wochenende gibt es jedenfalls.

Die Hälfte aller Kleinkinder, die in der Nacht in eine Spitalsambulanz gebracht werden, könnte auch zu Hause behandelt werden, so der Leiter des Wiener Ärztefunkdienstes, Paul Prem, gegenüber Radio Wien. Es sei in den vergangenen Jahren zu einem „regelrechten Spitalstourismus“ gekommen, weil viele Eltern in ihrer verständlichen Verzweiflung sofort in ein Spital fahren würden, so Prem. Allerdings sei das in den meisten Fällen nicht notwendig und koste den Spitälern viel Geld und Arbeit.

Im Mai des Vorjahres wurde deshalb angekündigt, dass künftig vom Ärztefunkdienst auch ein Kinderarzt im normalen Betrieb eingesetzt werde. Damals war aber noch nicht klar, ab wann der Kinderarzt in der Nacht bereit stehen wird. Der Leiter des Ärztefunkdienstes gab sich damals zuversichtlich, dass dies bald der Fall sein werde, da Krankenkassen und Stadt die Finanzierung bereits zugesagt hätten - mehr dazu in Ärztefunkdienst bald mit Kinderarzt.

Ärztefunkdienst: Kinderarzt wieder zum Thema machen

Bis heute gibt es den Kinderarzt beim Ärztefunkdienst allerdings nicht. Man wolle das auf jeden Fall in nächster Zeit zwischen Ärztekammer und Krankenkasse wieder zum Thema machen, sagte Prem gegenüber Radio Wien.

Generell stehen für den Einsatz von Kinderärzten beim Funkdienst zwei Modelle zur Auswahl. Einerseits der Kinderarzt, der wie jetzt die Allgemeinmediziner, mit dem Funkauto in der Stadt unterwegs ist und zu den kleinen Patienten nach Hause kommt. Das andere Modell sieht laut Prem folgendermaßen aus: „Dass wir eine Art Ordination während der Nachtzeiten und Sommerfeiertage aufmachen, wo wir die Eltern mit den Säuglingen hin bestellen“. Wobei der Ärztefunkdienst naturgemäß das erste Modell bevorzugt.

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