Fendrich und Ambros versöhnt

Das Kriegsbeil scheint endgültig begraben. Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich versöhnten sich am Samstagabend vor tausenden Fans. Laut Veranstalter kamen am zweiten Tag des Donauinselfestes 1,2 Millionen Besucher.

Auslöser des Streits waren Ambros’ Aussagen zu Fendrichs Kokainkonsum bei den Austria 3-Konzerten gewesen. Den Drogenkonsum seines Freundes hatte er als ausschlaggebend für das Ende von A3 bezeichnet. Im vergangenen Dezember hatten die beiden dann erstmals wieder Kontakt, die Funkstille sei beendet, hieß es damals.

Ambros und Fendrich versöhnen sich
APA/Hans Punz
Emotionaler Moment auf der „Radio Wien“-Bühne

Gemeinsamer Zugabenblock

Am Samstag folgte nun die publikumswirksame Versöhnungszeremonie auf der Donauinsel. Nachdem beide Austropopper hintereinander jeweils eine Art Best-of ihrer Gassenhauer gespielt hatten, kamen sie noch einmal zurück auf die Bühne - und zwar gemeinsam. Und das just einen Tag nach dem sechsten Todestag von Georg Danzer, dem dritten, 2007 verstorbenen Mitglied von A3, wie Ambros und Fendrich betonten.

Die beiden umarmten einander und spielten insgesamt sieben Songs gemeinsam - darunter „Ruaf mi net an“, „Baba und foi ned“ und „I am from Austria“.

Ambros und Fendrich versöhnen sich
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Sieben gemeinsame Nummern für die Fans

Adelmo Fornaciari, kurz „Zucchero“, baute musikalisch eine Brücke von der Donauinsel in die Karibik. Seine „Sesion Cubana“ ist derzeit in aller Ohren und sorgte zum Abschluss des Programms auf der „Radio Wien“-Festbühne noch einmal für einen musikalischen Höhepunkt.

Fotoshow: Die Auftritte des zweiten Tages

Körpereinsatz und Indie-Rock

Emotional ging es auch auf der FM4-Bühne zu - allerdings eher in Richtung Melancholie. Vor nicht allzu dicht gedrängtem Publikum performte die nicht gerade für ihren Happy Sound bekannte Kärntner Kombo Naked Lunch. Für wirklich volles Haus sorgte daraufhin Maximo Park. Mit viel Körpereinsatz und Hits a la „Girls who play Guitars“ und „Graffiti“ spielten die britischen Indie-Rocker ein Headliner-adäquates Programm.

Am Samstag besuchten laut Veranstalter, der Wiener SPÖ, rund 1,2 Millionen Menschen das Donauinselfest. Zum Vergleich: Im Vorjahr strömten rund eine Million Gäste am Samstag auf das Inselgelände.

Radio Wien Bühne
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Zuschauerandrang bei Radio Wien-Bühne am Samstagabend

Am ersten Tag kamen laut Veranstalter rund 900.000 Besucherinnen und Besucher auf die Insel. „Unmengen Besucher, viele Gelsen, viel Polizei und gute Stimmung“, fasste ein Inselbesucher seine Eindrücke zusammen - mehr dazu in Donauinselfest: 900.000 bei Auftakt.

Fotoshow: Bilder vom ersten Tag

Skistars auf der Insel

Vorbeigeschaut hat am Samstag auch sportliche Prominenz: Anlässlich des weltweiten „Olympic Days“ sind die Skistars Marcel Hirscher und Michaela Kirchgasser, Skispringer Gregor Schlierenzauer und die Rodel-Doppel-Olympiasieger Andreas und Wolfgang Linger auf der Insel. Die Sportler waren die Protagonisten eines Gewinnspiels.

Skistars und Häupl
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Beim Olympic-Day im Rahmen des Donauinselfestes

Die Besucher auf der Wiese hinter der Festbühne konnten ihr Können an drei Stationen - Rodel-Start, Standhochsprung, Slalom-Parcours - messen. Die Stars zeigten die Übungen vor und sorgten für den Richtwert.

650 private Sicherheitskräfte sind auf der Insel im Einsatz. Vor allem in den späten Abendstunden sind sie gefragt. Teilweise sind sie mit Nachtsichtgeräten ausgestattet. Zudem gibt es 24 fixe Videokameras, die das Geschehen auf der Insel aufzeichnen. Für medizinische Notfälle gibt es an elf Standorten Ambulanzen. 200 Sanitäter und fünf Notärzte haben Dienst an diesem Wochenende.

„Radio Wien“ und „Wien heute“ berichten

Ein besonderes Augenmerk widmete Radio Wien den Höhepunkten des Samstagprogramms auf der „Radio Wien“-Bühne mit Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich. Übertragen werden die Konzerte am Sonntag von ORF III: Der Auftritt von Ambros um 22.40 Uhr, Fendrich ist um 23.45 am Bildschirm zu sehen.

Auch „Wien heute“ berichtet von allen drei Donauinsel-Tagen und meldet sich auch wieder am Sonntag, dem 23. Juni, live von der Insel.

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