Junge träumen vom Haus am Stadtrand

Junge Menschen träumen laut einer GfK-Umfrage von einem eigenen Haus in dörflichem Umfeld und in der Nähe einer Stadt. Allerdings halten viele ein Eigenheim für zu teuer, der Trend zum Wohnen in Speckgürteln dürfte dennoch anhalten.

68 Prozent der 1.325 Befragten im Alter zwischen 18 und 39 Jahre wollen ein eigenes Haus, geht aus der Umfrage hervor, die GfK im Auftrag der Raiffeisen Bausparkasse durchgeführt hat. Fast die Hälfte der Befragten (46 Prozent) lebt derzeit in einem Dorf, 27 Prozent wohnen in einer Großstadt. 15 Prozent leben in einer Stadt mittlerer Größe, zwölf Prozent in einer Kleinstadt.

Wohnhaus
Fotolia/slavun
Den Traum vom eigenen Haus träumen viele junge Menschen

Ein Leben in rein ländlicher Umgebung strebt fast ein Viertel an. Weitere 27 Prozent wollen in einem Dorf in der Nähe einer mittleren Stadt oder Großstadt wohnen. 21 Prozent bevorzugen das Wohnen in einer Großstadt - allerdings will die überwiegende Mehrheit nicht ins Zentrum, sondern in die Randgebiete.

Mehrheit mit Wohnsituation zufrieden

„Der Trend zu den Speckgürteln wird weiter anhalten, Grenzen werden diesem Wunsch die verfügbaren Bodenressourcen und damit die Entwicklung der Preise setzen“, so der Generaldirektor der Raiffeisen Bausparkasse, Manfred Url. Rund die Hälfte der 1.325 Befragten wohnt derzeit im Eigentum - 29 Prozent davon noch bei den Eltern oder Verwandten. 79 Prozent sind mit ihrer derzeitigen Wohnsituation derzeit sehr bzw. eher zufrieden (36 bzw. 43 Prozent). Nur ein Zehntel - hauptsächlich Mieter - ist der Umfrage zufolge unzufrieden.

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Die meisten Jungen wohnen derzeit im eigenen Haus (44 Prozent). Ein Viertel der 18- bis 39-Jährigen lebt in einer Mietwohnung, 13 Prozent in einer Genossenschaftswohnung, zehn Prozent in einer Eigentumswohnung, zwei Prozent in einem gemieteten Haus und fünf Prozent in einer sonstigen Wohnform wie etwa Studenten- oder Dienstwohnung.

Mehr Bereitschaft zu Mobilität

Zur Lebensmitte wollen 68 Prozent ein eigenes Haus haben und 15 Prozent eine Eigentumswohnung. Sieben Prozent wollen dann in einer Miet- bzw. Genossenschaftswohnung leben, zwei Prozent in einem gemieteten Haus und ein Prozent in einer sonstigen Wohnform. Die Mobilitätsbereitschaft der Befragten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen: 39 Prozent würden aus beruflichen oder privaten Gründen umziehen - 2005 waren es einer früheren GfK-Erhebung zufolge erst 27 Prozent. Bei den unter 30-Jährigen wäre mittlerweile sogar jeder Zweite bereit zu übersiedeln.

Wien ist anders

71 Prozent der Wiener möchten ihre Stadt nicht verlassen. Nur 15 Prozent wollen in ein Dorf ziehen, fünf Prozent in eine Kleinstadt und neun Prozent in eine Stadt mittlerer Größe. Fast drei Viertel der 18- bis 39-jährigen Wiener sind mit ihrer Wohnsituation sehr zufrieden oder zufrieden. Lediglich 14 Prozent, hauptsächlich Mieter, sind unzufrieden. 20 Prozent der jungen Wiener wohnen derzeit im Eigentum – davon 19 Prozent noch bei den Eltern oder Verwandten. In dieser Wohnform sind die Zufriedenheitswerte signifikant höher als bei den Bewohnern von Mietwohnungen.

Zahl der Immobilienverkäufe gesunken

In Wien sank die Zahl der Immobilienverkäufe im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 25,5 Prozent. Die Preise steigen aber weiter - mehr dazu in Immoverkäufe: Rückgang um 25 Prozent. 2012 stieg in Wien der Preis für Immobilien um neun Prozent. Wien ist damit auf dem Sprung unter die zehn teuersten Städte Europas. Mit einer Preissteigerung von zehn Prozent lag London im Jahr 2012 an der Spitze - mehr dazu in Immopreise: Wien kratzt an Top Ten (wien.ORF.at; 20.7.2013).

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