ÖAMTC kritisiert Bodenmarkierungen

Am ersten Tag der neuen Mariahilfer Straße herrscht Verwirrung über die Bodenmarkierungen in den Begegnungszonen. Das Halte- und Parkverbot dort sei für die Autofahrer nur schwer zu erkennen, kritisiert der ÖAMTC und leitet einen Musterprozess ein.

Beim ÖAMTC, der von Anfang an kein Fan der neuen Verkehrsregelungen war, meldeten sich mehrere Betroffene, die in den Begegnungszonen parkten und entweder abgeschleppt oder angezeigt wurden, sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer zu wien.ORF.at.

Weiße und gelbe Linien

Der Streitpunkt: In den Begegnungszonen wurden um die bisherige Pflasterung für die Parkplätze durchgehende weiße Linien angebracht. Optisch würden diese Linien wie die Markierung von Parkplätzen wirken. Der ÖAMTC sieht darin zwei Probleme: „Erstens kennzeichnen die Linien keine Parkplätze, sondern zeigen den Fahrbahnrand an“, erklärt Hoffer. „Zweitens findet man an unkonventioneller Stelle, nämlich am äußeren Rand der vermeintlichen Parkmarkierung, einen gelben Strich. Dadurch wird wiederum ein Halte- und Parkverbot auf dem Rest der Fahrbahn gekennzeichnet.“

Die Markierungen seien zwar rechtmäßig, aber unfair, kritisiert Hoffer. Es sei nicht nachvollziehbar, dass schon am ersten Tag gestraft und abgeschleppt wird. „Das ist reine Schikane“, sagt Hoffer. Bei der Polizei konnte man die Abschleppungen Freitagmittag nicht bestätigen. Für den ÖAMTC ist unklar, ob es in Begegnungszonen überhaupt Randlinien geben darf. Daher strengte der Autofahrerclub schon am Freitag ein Musterverfahren an. „Wir wollen in dieser Frage Klarheit“, sagt Hoffer.

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Stadt: Bei Bedarf wird nachgebessert

Von der Stadt heißt es, man könne die Kritik derzeit nicht nachvollziehen, bei Unklarheiten werde auf jeden Fall nachgebessert. Die Halte- und Parkverbotsschilder in diesen Bereichen wurden laut Polizei abmontiert.

Auch sonst sorgten die neuen Regeln auf der Mariahilfer Straße am Freitag für einige Verwirrung bei den Verkehrsteilnehmern - mehr dazu in Verwirrungen auf Mariahilfer Straße. Für die Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen), die das Projekt initiiert hatte, kommt die Nagelprobe im September. Von der Opposition hagelt es weiter Kritik - mehr dazu in Vassilakou: Nagelprobe im September.

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