Nach Stopp: Gürtelbrücke wird weiter saniert

Nachdem die Sanierung der Gürtelbrücke wegen der Pleite des Baukonzerns Alpine gestoppt werden musste, sollen die Arbeiten nun Mitte September wieder aufgenommen werden. Die Stadt sei sich mit einem Baukonsortium praktisch einig, hieß es.

Zweieinhalb Monate Stillstand bedeutete die Alpine Pleite für die Sanierung der Gürtelbrücke. Insgesamt wird das für die Bauzeit keine allzu große Rolle spielen - die Sanierung wurde auf rund drei Jahre angelegt.

Wie es mit den Mehrkosten aussieht, lasse sich aber noch nicht sagen, hieß es von der Stadt. Das werde man erst nach dem Ende der Sanierung wissen, hieß es aus dem Büro der Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Ein Baukonsortium soll die Brücke fertig sanieren. Die Namen gibt die Stadt aus rechtlichen Gründen noch nicht bekannt, da letzte Vertragsdetails noch geklärt werden müssen, und der Bauausschuss im Rathaus dem Auftrag nächste Woche noch offiziell zustimmen muss.

Gürtelbrücke von oben
MA 41

Verkehrsführung bleibt vorerst

Für die Autofahrer bleibt vorerst alles beim Alten. In jede Fahrtrichtung über die Brücke ist nur eine Fahrspur frei. Von der Spittelau kommend ist die Auffahrt durch eine Fahrbahntrennung geteilt. An der derzeitigen Verkehrsführung ändert sich bis Anfang Dezember nichts, hieß es.

Danach wird der Verkehr jedoch auch auf den derzeit im Baubereich befindlichen Flächen geführt, sodass in Fahrtrichtung Brigittenau zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen werden. In Fahrtrichtung Döbling bleibt die derzeitige Verkehrsführung aufrecht.

Baustelle Gürtelbrücke
ORF
Derzeit nur ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung offen

Arbeiten im Wohnbau gehen voran

Auch im Wohnbau gehen die Arbeiten weiter. In Schwung kommt das Baugeschehen gerade in der Geradsorfer Straße in Floridsdorf. Dort ist die ehemalige Alpine-Mannschaft mit der Baustelle vertraut. Ihr Arbeitgeber ist nun der neue Generalunternehmer Switelsky.

Alles in Bewegung ist auch wieder in Stadlau in der Donaustadt. Hier errichtet die Gesiba mehr als 200 Wohnungen. Hier haben ebenfalls viele ehemalige Alpine Mitarbeiter einen neuen Arbeitgeber gefunden. Knapp 100 Wohnungen sollte die Alpine im Sonnwendviertel in Favoriten für die Sozialbau Genossenschaft errichten. Ein neuer Generalunternehmer stellte die Anlage nun fertig.

Neun von zehn ehemaligen Mitarbeitern haben Job

Laut dem Chef der Gewerkschaft Bau-Holz, Josef Muchitsch (SPÖ), sind inzwischen österreichweit neun von zehn Jobs von ehemaligen Alpine-Mitarbeitern „gerettet“. Das teilte der Gewerkschafter mit Verweis auf die neueste Auswertung des Arbeitsmarktservice (AMS) am Freitag in einer Aussendung mit.

Laut Muchitsch war „dieses gute Ergebnis“ nur möglich, weil Masseverwalter, Wirtschaft, Politik und Gewerkschaft abgestimmt gehandelt hätten. „Das Wichtigste dabei war, dass so wenige Betroffene wie möglich im Juli den Weg zum AMS antreten mussten.“ Schließlich seien schon damals 80 Prozent der Ex-Alpine-Leute in der Beschäftigung gehalten gewesen.

404 frühere Mitarbeiter der Alpine Bau seien momentan als arbeitsuchend gemeldet. Dabei führt im negativen Sinne Oberösterreich mit 133 Leuten, gefolgt von Salzburg mit 93, Niederösterreich mit 72 und der Steiermark mit 59 wegen der Pleite noch immer arbeitslosen Menschen.

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