Strache: Regelmäßige Tests für Waffenbesitzer

Als „einzigen wirklichen Herausforderer und Kanzlerkandidat zu Faymann“ hat sich FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache im „Radio Wien“-Interview bezeichnet. Für Waffenbesitzer forderte er regelmäßige psychologische Prüfungen.

„Wenn man sieht, dass ich heute der einzig wirkliche Herausforderer und Kanzlerkandidat zu Faymann bin, dann ist das durchaus etwas, das mich freut“, meinte Strache. Von Frank Stronach war er im TV-Duell als „Hecht“ bezeichnet worden, was Strache als Kompliment verstanden hat: „Es ist notwendig, dass es den Hecht im Karpfenteich gibt, wenn da einiges schief läuft im Land und Rot und Schwarz ihre Belastungspolitik fortsetzen wollen.“

Heinz-Christian Strache mit Paul Tesarek und Christian Ludwig im Radio Wien-Studio
ORF/Thomas Kickinger
Heinz-Christian Strache stellte sich den Fragen von ORF Wien-Chefredakteur Paul Tesarek und Moderator Christian Ludwig

Regelmäßige psychologische Tests für Waffenbesitzer

Zum Amoklauf in Niederösterreich drückte Strache den Angehörigen sein tiefstes Mitgefühl aus. Seiner Meinung nach gibt es für die Polizeibeamten zu wenig Schutzwesten, die Wertschätzung für die Beamten solle „mit höheren Grundbezügen zum Ausdruck gebracht werden“. Auch durch ein Waffenverbot seien „solche irren Verbrechenstaten“ nicht zu verhindern, so Strache, aber: „Menschen, die mit Waffen zu tun haben, müssen psychologisch getestet werden. Es macht Sinn, die psychologische Eignung regelmäßig zu überprüfen.“

Rückbau der Mariahilfer Straße gefordert

Als „Unsinnigkeit“ bezeichnete der FPÖ-Spitzenkandidat die Verkehrsmaßnahmen in der inneren Mariahilfer Straße, er setzte sich für einen Rückbau sowie Querungen ein. „Die Gehsteige boten genügend Platz für Fußgänger. Sowohl Anrainer als auch Geschäftsleute sind jetzt verzweifelt. Der ursprüngliche Zustand hat mehr Fußgängersicherheit sichergestellt als die Kärntner Straße.“

Kritik gab es für SPÖ und Grüne, weil der Umbau der Mariahilfer Straße ohne Volksbefragung umgesetzt wurde. „Die Grünen mit Verkehrsstadträtin Vassilakou wollten sich ein Denkmal bauen und Bürgermeister Häupl hat sich über den Tisch ziehen lassen“, sagte Strache.

Audio: Die Sendung zum Nachhören

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Spindelegger „nicht übergecoacht“

Michael Spindelegger, Spitzenkandidat der ÖVP, hatte sich am Dienstag auf „Radio Wien“ für flexiblere Arbeitszeiten ausgesprochen. Spindelegger wehrte sich auch gegen den Vorwurf, bei manchen TV-Duellen „übergecoacht“ zu wirken: „Ich bin der, der ich bin. Aber ich bin auch ein Mensch aus Fleisch und Blut und manchmal rege ich mich auf, weil mich was anderes ärgert“ - mehr dazu in Spindelegger zu Vorwürfen des „Übercoachings“.

Glawischnig für generelles Rauchverbot

Am Montag war die Spitzenkandidatin der Grünen, Eva Glawischnig zu Gast. Dabei schloss sie eine Koalition mit dem Team Stronach aus. Weiters sprach sie sich für ein generelles Rauchverbot aus. Das aktuelle Gesetz zum Rauchverbot hält Glawischnig für einen „Murks“. Es sei für alle Beteiligten unklar, sagte sie - mehr dazu in Glawischnig für generelles Rauchverbot.

Stronach lehnt Koalition mit FPÖ ab

Erster Gast in der Interviewserie war Frank Stronach, Spitzenkandidat des Teams Stronach. Eine Koalition ÖVP-FPÖ-Stronach, vor der die SPÖ immer wieder warnt, schloss der Milliardär dabei aus. „Die FPÖ ist für mich zu rechts. Die sind nicht für Parlamentsreformen und auch für Funktionäre in staatsnahen Betrieben“, begründete Stronach - mehr dazu in Stronach: Keine Koalition mit der FPÖ.

Ihre Fragen an die Kandidaten

Am Donnerstag und Freitag sind Josef Bucher (BZÖ) und Werner Faymann (SPÖ) zu Gast bei Christian Ludwig und Paul Tesarek (jeweils 13.00 bis 14.00 Uhr). Hier können Sie Ihre Fragen schicken oder per Telefon stellen.

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