Bucher will NEOS nicht ausschließen

Im „Radio Wien“-Interview zur Nationalratswahl hat BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher eine Zusammenarbeit mit den NEOS nicht ausgeschlossen. Zudem plädierte er dafür, Unterhaltszahlungen steuerlich absetzbar zu machen.

Vor einem Jahr habe es von den NEOS und dem Liberalen Forum ein Angebot zur Zusammenarbeit in einer Wahlplattform gegeben, erzählte Bucher, das hat er abgelehnt. „Was nach der Wahl passiert, das schauen wir uns an.“ Bei den NEOS gäbe es „vernünftige Leute, die ich auch schätze“, so der Spitzenkandidat des BZÖ.

BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher mit Paul Tesarek und Christian Ludwig
ORF/Thomas Kickinger
BZÖ-Spitzenkandidat Josef Bucher mit ORF-Wien-Chefredakteur Paul Tesarek und Moderator Christian Ludwig

„Nach Dohnal Väter plötzlich pleite“

Einmal mehr plädierte Josef Bucher dafür, Unterhaltszahlungen von Väter „zu 50 Prozent steuerlich absetzbar“ zu machen: „Damit bleibt mehr Geld übrig, ohne dass man der Familie, die man verlassen hat, weniger zahlt.“ In der Gesellschaftspolitik müssten Veränderungen ernst genommen werden argumentierte er: „Vor der Dohnal waren die Mütter die blöden, das muss man offen sagen. Nach der Dohnal sind jetzt plötzlich die Väter pleite. Deswegen müssen wir schauen, dass sich Väter nach einer Scheidung eine zweite Familie leisten können.“

Dass er selbst ein Betroffener der steuerlichen Absetzbarkeit wäre, gestand Bucher im „Radio Wien“-Interview ein: „Von mir aus machen wir ein Gesetz, das gilt für alle Österreicher nur nicht für Herrn Josef Bucher. Ich zahle 4.000 Euro Unterhalt im Monat und habe damit 2.000 Euro im Monat zur Verfügung. Ich bin sehr nahe an der Realität der Österreicher und führe ein durchschnittliches Leben.“

Audio: Die Sendung zum Nachhören

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Strache „einziger Herausforderer“

FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache sah sich am Mittwoch im „Radio Wien“-Studio als einzigen „wirklichen Herausforderer und Kanzlerkandidaten zu Faymann“. Strache sprach sich auch für psychologische Tests für Waffenbesitzer aus - mehr dazu in Strache: Regelmäßige Tests für Waffenbesitzer.

Spindelegger „nicht übergecoacht“

Michael Spindelegger, Spitzenkandidat der ÖVP, hatte sich am Dienstag auf „Radio Wien“ für flexiblere Arbeitszeiten ausgesprochen. Spindelegger wehrte sich auch gegen den Vorwurf, bei manchen TV-Duellen „übergecoacht“ zu wirken: „Ich bin der, der ich bin. Aber ich bin auch ein Mensch aus Fleisch und Blut und manchmal rege ich mich auf, weil mich was anderes ärgert“ - mehr dazu in Spindelegger zu Vorwürfen des „Übercoachings“.

Glawischnig für generelles Rauchverbot

Am Montag war die Spitzenkandidatin der Grünen, Eva Glawischnig zu Gast. Dabei schloss sie eine Koalition mit dem Team Stronach aus. Weiters sprach sie sich für ein generelles Rauchverbot aus. Das aktuelle Gesetz zum Rauchverbot hält Glawischnig für einen „Murks“. Es sei für alle Beteiligten unklar, sagte sie - mehr dazu in Glawischnig für generelles Rauchverbot.

Stronach lehnt Koalition mit FPÖ ab

Erster Gast in der Interviewserie war Frank Stronach, Spitzenkandidat des Teams Stronach. Eine Koalition ÖVP-FPÖ-Stronach, vor der die SPÖ immer wieder warnt, schloss der Milliardär dabei aus. „Die FPÖ ist für mich zu rechts. Die sind nicht für Parlamentsreformen und auch für Funktionäre in staatsnahen Betrieben“, begründete Stronach - mehr dazu in Stronach: Keine Koalition mit der FPÖ.

Ihre Fragen an die Kandidaten

Am Freitag ist Werner Faymann (SPÖ) zu Gast bei Christian Ludwig und Paul Tesarek (jeweils 13.00 bis 14.00 Uhr). Hier können Sie Ihre Fragen schicken oder per Telefon stellen.

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