Kasernenareal in Penzing wird verkauft

Die sechste Liegenschaft des Bundesheeres in Wien kommt zum Verkauf. Angeboten wird aktuell ein etwa 12.000 Quadratmeter großes Areal der Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne in Penzing. Der Mindestkaufpreis liegt bei 7.181.000 Euro.

Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne
SIVBEG
Kaserneneingang in Montleartstraße

Zwei denkmalgeschützte, aber rein äußerlich nicht mehr in bester optischer Erscheinung befindliche Gebäude säumen in der Montleartstraße den Eingang zur Kaserne. Sie sind Teil des rund 12.000 Quadratmeter großen Areals in der Kaserne, das verkauft werden soll. Darauf befinden sich auch noch ein Lager- und ein Werkstättengebäude. Der Mindestkaufpreis beträgt knapp 7,2 Millionen Euro. Verbindliche Angebote sind ab sofort und bis 24. Jänner 2014 möglich.

Auf dem Gelände sollen Wohnungen entstehen. Die nun ausgeschriebene Liegenschaft ist eine Teilfläche der vor rund einem Jahr erstmals zum Verkauf angebotenen Fläche. Dieser Verkaufsprozess war unterbrochen worden, weil der Bund Eigenbedarf angemeldet hatte. Die ursprünglich angebotene Fläche wurde halbiert. Eine Hälfte wird jetzt verkauft, auf der anderen Hälfte soll 2017 das neue Gymnasium Wien-West einziehen - mehr dazu in Gymnasium zieht in Wiener Kaserne.

Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne
Luftbildservice Redl
Die Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne

Zeitrahmen bis zum Jahr 2017

Den Verkauf wickelt die Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft (SIVBEG) durch. Die eigens für den Verkauf militärischer Liegenschaften gegründete Gesellschaft hat den Auftrag, nicht mehr vom Bundesheer verwendete Gebäude oder Grundstücke bis 2017 zu verwerten.

Eigentümer der SIVBEG sind das Verteidigungsministerium und die Bundesimmobiliengesellschaft.

Folgende Objekte sollen in Wien noch verkauft werden: Neben der Fläche in der Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne sollen noch das Amtsgebäude Straußengasse in Margareten, das Amtsgebäude Vorgartenstraße in der Leopoldstadt, eine Teilfläche in der General Theodor Körner Kaserne in Penzing, Teilflächen der Kaserne Arsenal sowie eine Teilfläche der Van Swieten Kaserne in Floridsdorf verkauft werden. Generell sollen auf den Grundstücken Wohnungen entstehen, es sind aber auch wie in der Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne Schulneubauten möglich.

Prinzipiell hängt der Verkaufszeitpunkt vom Ende der militärischen Nutzung ab. Ein ungefährer Zeitraum für die Verkäufe lässt sich in einigen Fällen aber schon jetzt abschätzen. So ist der Verkauf der Amtsgebäude Straußengasse und Vorgartenstraße in den Jahren 2014/2015 möglich, die Teilfläche in der Van Swieten Kaserne könnte 2013/2014 verkauft werden. Für Teilflächen in der Kaserne Arsenal wird nur der Zeitraum bis 2017 genannt. Lediglich der Verkauf der Teilfläche in der General Theodor Körner Kaserne wird laut SIVBEG für das nächste Jahr vorbereitet.

ehemalige Marine-Kaserne in der Kuchelau
ORF
Ehemalige Tegetthoff-Kaserne.

Bisher fünf Verkäufe in Wien

Österreichweit verkaufte die SIVBEG für das Verteidigungsministerium bisher 132 Heeresliegenschaften um 229,3 Mio. In Wien waren es bisher fünf um 20,5 Mio. Darunter war etwa die im Vorjahr verkaufte Marine Kaserne Tegetthoff. Das österreichische Siedlungswerk zahlte für das rund 34.000 Quadratmeter große Areal am Kuchelauer Hafen 14,2 Millionen Euro. Es sollen darauf frei finanzierte Eigentumswohnungen entstehen.

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