Wirbel um Wohnprojekt bei Residenz Zögernitz

Eine geplante Wohnhausanlage mit Tiefgarage sorgt derzeit für Wirbel in Wien-Döbling. Gebaut werden soll diese auf dem Grundstück der geschichtsträchtigen Residenz Zögernitz. Die Anrainer laufen gegen eine Umwidmung Sturm.

48 Eigentumswohnungen in bester Lage und darunter eine teilweise öffentliche Tiefgarage will der Besitzer hinter der Residenz Zögernitz in der Döblinger Hauptstraße bauen. Derzeit befindet sich dort ein Parkplatz. Ein „gigantomanisches Projekt“, finden die Anrainer. Der geplante Bau würde die denkmalgeschützte Residenz optisch erschlagen, fürchten sie. Außerdem rechnen sie mit Lärm durch die Garage.

Saal für Veranstaltungen und Tonaufnahmen

Der Bau sei wirtschaftlich notwendig, argumentierte der Besitzer Hermann Rauter. Die Sanierung der Residenz, in der einst Johann Strauß Vater und Sohn sowie Josef Lanner auftraten, koste viel Geld, und das müsse er mit den Wohnungen verdienen. Der Saal soll für Tonaufnahmen und als Kulturtreffpunkt verwendet werden.

Im ersten Stock der Residenz ist geplant wie ursprünglich ein kleines Hotel zu betreiben. Die später hinzugefügten Zubauten werden entfernt. Insgesamt werden 23 Millionen Euro investiert.

Baustart im Sommer 2014 geplant

Die Anrainer wollen jetzt mit einer Petition verhindern, dass der Gemeinderat den Parkplatz in Bauland umwidmet. Was sie besonders ärgert: Auf der Website der Stadt Wien wird das Bauprojekt bereits beworben: Davon, dass es noch gar nicht bewilligt ist, steht jedoch nichts.

Der derzeitige Betrieb der Residenz Zögernitz wird laut Besitzer im April/Mai 2014 eingestellt. Der Baustart ist für Sommer 2014 geplant.

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