Häupl strebt 2015 Absolute an

Nach den Verlusten bei der Nationalratswahl rüstet Bürgermeister Michael Häupl seine SPÖ für die Gemeinderatswahl 2015. Er will als Spitzenkandidat ins Rennen gehen und strebt die absolute Mehrheit an, so Häupl in „Wien heute“.

TV-Hinweis

Das ganze Interview sehen Sie in „Wien heute“, 19.00 Uhr, ORF 2 oder in der ORF TVthek.

„Nach allem menschlichen Ermessen werde ich 2015 als Spitzenkandidat in die Gemeinderatswahl gehen", sagt Häupl im Gespräch mit ORF Wien-Chefredakteur Paul Tesarek. Auch wenn Umfragen derzeit von 34 Prozent für die SPÖ in Wien ausgehen, wünscht sich Häupl 2015 wieder die absolute Mehrheit. Die Umfragen stimmen nicht, sagt der Bürgermeister. "Es wird angestrebt, dass die Wiener Sozialdemokraten bei der Wahl 2015 ähnlich stabile Verhältnisse schaffen wie das für die ÖVP in Niederösterreich der Fall ist.“

SPÖ wird für Fußgängerzone werben

Wie er dieses ambitionierte Ziel erreichen will, verrät Häupl nicht. „Es gibt eine ganze Menge Vorbereitungen, die behalte ich für mich. Es haben auch die großen Generäle ihre Schlachtpläne nicht an die Litfaßsäule genagelt", sagt Häupl. „Ich sehe mich aber nicht als General, eher als Hirte.“

Die Mariahilfer Straße habe bei der Nationalratswahl jedenfalls keine Stimmen gekostet. Die SPÖ werde im Vorfeld der Bürgerbefragung auch für die Fußgängerzone werben. „Wir halten das für gut, manche Details sehen wir anders als unser Koalitionspartner, zum Beispiel die Radfahrer.“ Häupl wünscht sich, dass die Radfahrer nicht in der Fußgängerzone fahren dürfen.

Michael Häupl im Wien heute-Studio
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Michael Häupl im Wien heute-Studio

NEOS als möglicher Koalitionspartner?

Der Chef der NEOS, Matthias Strolz, hat sich bereits jetzt als neuer Koalitionspartner der SPÖ in Wien beworben. Häupl will sich dazu nicht äußern, bevor die Wahl geschlagen ist. Er schließt die NEOS als Partner aber nicht aus. „Koalitionen mache ich mit jeder Partei, wo ich einen gewissen Grundkonsens und inhaltliche Übereinstimmung sehe. Ich grenze niemanden aus. Nur bei der freiheitlichen Partei sehe ich diesen Grundkonsens nicht, abgesehen davon ist es für mich persönlich eine Frage des Anstandes. Vieles im wirtschaftlichen Bereich halte ich bei den Neos für neoliberal, das würde ich gar nicht wollen", so Häupl.

In Fragen der Bildung und der Integration gebe es aber Übereinstimmung mit den NEOS. Fix dürfte auch sein, dass die Gemeinderatswahl nach einem neuen Wahlrecht abgehalten wird. Wird es dann schwerer, die absolute Mehrheit zu bekommen? „Das werden wir sehen", so Häupl in „Wien heute“ - mehr dazu in Neues Wiener Wahlrecht soll 2014 fixiert werden.

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