Juraczka: „Murks ein Ende setzen“

Die Bürger würden dem „Murks“ in der Mariahilfer Straße „bald ein Ende setzen“. Nach der Befragung zur Fußgängerzone, „können wir uns wieder den großen Themen widmen“, so ÖVP-Wien-Chef Manfred Juraczka im „Wien heute“-Interview.

TV-Hinweis

Das ganze Interview sehen Sie in „Wien heute“, 19.00 Uhr, ORF 2 oder in der ORF TVthek.

„Nach einem halben Jahr Herumgemurkse ist endlich der Bürger am Wort", sagt Juraczka im Wien heute-Studio. „Wir haben zehn Prozent Arbeitslosigkeit und Rekordverschuldung in dieser Stadt und widmen uns über Monate nur einer Fußgängerzone.“

Juraczka kritisiert, dass die Geschäftsleute und die Menschen im achten Bezirk nicht mitstimmen dürfen. „Es gibt jetzt viel mehr Verkehr im achten Bezirk.“ Juraczka spricht sich nicht grundsätzlich gegen die Fußgängerzone aus. „Aber ich möchte diesen Schutzwall nicht. Es bräuchte Querungen und ein klares Verhältnis Radfahrer und Fußgänger.“

„Wieder den großen Themen zuwenden“

Was den Ausgang der Befragung betrifft, hält sich Juraczka zurück und sagt: „Die Menschen werden diesem Murks relativ bald ein Ende setzen. Dann wissen wir, was die Bevölkerung im sechsten und siebenten Bezirk will und die Politik soll sich danach richten. Dann können wir uns wieder den großen Themen dieser Stadt zuwenden.“

Manfred Juraczka im Wien heute-Interview
ORF
Manfred Juraczka im Wien heute-Studio

Klare Worte findet Juraczka zu den innerparteilichen Konflikten in der ÖVP nach der Regierungsbildung. Einige Landesorganisationen wie Tirol und Steiermark hatten gegen die Wiener Parteispitze rebelliert. „Teamplay geht vor persönlichen Eitelkeiten“, sagt Juraczka. Mittlerweile sei die Stimmung in der ÖVP wieder gut. "Wir werden jetzt versuchen, mit Sachpolitik zu überzeugen und nicht mit Personalpolitik. Teamplay geht vor persönlichen Eitelkeiten.“

Bei der Gemeinderatswahl 2015 droht der ÖVP in Wien neue Konkurrenz durch die NEOS. Das beunruhigt den ÖVP-Chef nicht. „Ich richte unsere Politik nicht nach anderen Parteien aus. Die NEOS haben jetzt einen Hype erlebt. Es gibt sehr viele inhaltliche Unterschiede zur ÖVP, die werden wir im Hinblick auf 2015 herausarbeiten.“

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