Burgtheater entließ Vizedirektorin

Die Vizedirektorin des Burgtheaters, Silvia Stantejsky, ist im Dezember wegen Unregelmäßigkeiten bei der finanziellen Gebarung entlassen worden. Das berichtet das Magazin „News“ unter Berufung auf Burgtheater-Chef Matthias Hartmann.

Hartmann verwies auf eine wirtschaftliche Prüfung der vergangenen Spielzeit, in der Stantejsky noch als Geschäftsführerin zuständig war. Dem Haus ist laut Hartmann daraus kein finanzieller Schaden erwachsen. „Aber die Buchungsvorgänge waren nicht so, wie sie den Regeln eines Betriebes entsprechen, der kaufmännisch geführt wird“, wird der Direktor zitiert.

Stantejsky hatte erst im Frühjahr die kaufmännische Direktion zurückgelegt, da sie die budgetäre Situation des Hauses nicht mehr verantworten wollte, und war zur Vizedirektorin avanciert.

Hartmann: „Unorthodoxe Geschäftswege“

Die Suspendierung und spätere Entlassung von Stantejsky erfolgte auf Weisung von Bundestheater-Chef Georg Springer. Eine weitere, externe Prüfung soll nun bis zum Frühjahr Klarheit bringen. Springer bestätigte gegenüber wien.ORF.at die Entlassung und sprach sich gegen eine „Vorverurteilung“ aus. Es seien die Ergebnisse der externen Prüfer abzuwarten.

Für Hartmann wird angesichts der „unorthodoxen Geschäftswege“ klar, wohin die Unterdotierung führe. „Wir haben Erträge gesteigert und Kosten gespart, aber irgendwann geht es nicht mehr weiter.“ Stantejsky wollte sich zur Causa nicht äußern.

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