„MaHü“: Die Positionen der Parteien

Die Neugestaltung der Mariahilfer Straße gilt als Aufreger-Thema. SPÖ und Grüne sind klar für die verkehrsberuhigte Zone, die FPÖ klar dagegen. Nur die ÖVP hat sich nicht auf Ja oder Nein festgelegt, wie die „Wien heute“-Interviews gezeigt haben.

„Ich glaube noch immer nicht, dass sich die Mehrheit die Autos auf der Mariahilfer Straße zurückwünscht“, sagt die Verkehrsstadträtin. Sie rechnet aber mit einem knappen Ergebnis der bevorstehenden Bürgerbefragung. „Die letzten Monate waren von einer starken Kontroverse begleitet. Ich hoffe, dass sich alle, die dafür sind, an der Befragung beteiligen", sagte Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) im „Wien heute“-Interview - mehr dazu in „Letzte Monate waren nicht einfach“.

Ebenso wie der Koalitionspartner, wird auch die SPÖ im Vorfeld der Bürgerbefragung für die Fußgängerzone werben. „Wir halten das für gut, manche Details sehen wir anders als unser Koalitionspartner, zum Beispiel die Radfahrer“, sagte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) im „Wien heute“-Studio. Er wünscht sich, dass die Radfahrer nicht in der Fußgängerzone fahren dürfen - mehr dazu in Häupl strebt 2015 Absolute an.

FPÖ: „Da darf es keine Tricksereien geben“

Die FPÖ lehnt die Umgestaltung der Mariahilfer Straße ab. Es sei unsinnig, in der größten Wiener Einkaufsstraße eine Fußgängerzone einzurichten, sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Gespräch mit ORF Wien-Chefredakteur Paul Tesarek. „Mit den Gehsteigen links und rechts haben wir mehr Fußgängermöglichkeit als auf der Kärntner Straße. Es ist der alte Zustand mit Verbesserungen sicher besser als jetzt.“ Nun sei das Votum der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen. „Da darf es keine Tricksereien geben“, so Strache - mehr dazu in Strache: „EU-Wahl wird Denkzettel-Wahl“.

ÖVP-Wien-Chef Manfred Juraczka spricht sich im „Wien heute“-Interview nicht grundsätzlich gegen die Fußgängerzone aus. „Aber ich möchte diesen Schutzwall nicht. Es bräuchte Querungen und ein klares Verhältnis Radfahrer und Fußgänger.“ Was den Ausgang der Befragung betrifft, hält sich Juraczka zurück und sagt: „Die Menschen werden diesem Murks relativ bald ein Ende setzen. Dann wissen wir, was die Bevölkerung im sechsten und siebenten Bezirk will und die Politik soll sich danach richten. Dann können wir uns wieder den großen Themen dieser Stadt zuwenden“ - mehr dazu in Juraczka: „Murks ein Ende setzen“ .

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