850.000 Euro für „Mahü“-Kampagne

Die Stadt will vor der Bürgerbefragung noch einmal die Vorteile der Neugestaltung der Mariahilfer Straße herausstreichen. Dazu wird es eine Informationskampagne geben, die die Stadt rund 850.000 Euro kostet.

Die Stadt startet in den kommenden Wochen eine Informationskampagne zum Projekt der Umgestaltung der Mariahilfer Straße. Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) hatte im „Wien heute“-Interview bereits angekündigt, für die Umgestaltung werben zu wollen - mehr dazu in Häupl strebt 2015 Absolute an.

Die Kosten der Kampagne belaufen sich auf rund 850.000 Euro, heißt es aus dem Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne). Diese Kosten seien „keine zusätzlichen Projektkosten, da sie aus den Mitteln der Stadt für Öffentlichkeitsarbeit stammen“.

Info, wie die „Straße einmal aussehen soll“

„Informiert wird über die Ausgestaltung der neuen Verkehrsorganisation und darüber, wie die neue Mariahilfer Straße einmal aussehen soll“, heißt es aus dem Büro von Vassilakou. Die Kampagne, die im Februar starten soll, umfasst sowohl klassische Schaltungen in Printmedien als auch Außenwerbung.

Die Stadt wird zusätzlich eine Telefonhotline zur Verfügung stellen, um Details über das Projekt zu bieten. Ebenso werden aktuelle Informationen auf der eigens für die Umgestaltung eingerichteten Homepage abrufbar sein.

Neue Spiel- und Aufenthaltsräume geplant

„Für die Stadt ist es wichtig, den Bürgern zu zeigen, worum es bei der Fußgängerzone Mariahilfer Straße geht: Mehr Ruhe, mehr Platz und 1,5 Kilometer Freiraum zum Spazieren, Einkaufen und entspannen", sagte Vassilakou.

Die Fußgängerzone im inneren Bereich der Mariahilfer Straße werde dafür über 100 neue Bänke zum Ausruhen bekommen, ebenso seien neuen Spiel- und Aufenthaltsräume vorgesehen. Die Schanigärten sollen laut Vassilakou weiter in die Mitte rutschen. „Das bringt mehr Platz vor den Geschäften“, so Vassilakou.

ÖVP sieht PR-Maßnahmen als „Verzweiflungstat“

„Die Menschen konnten sich über Monate nun wirklich ein gutes Bild von der Situation machen und sind mündig genug sich auch ohne rot-grüne Propaganda eine Meinung zu bilden. Diese neuerlichen PR-Maßnahmen sind nichts weiter als die Verzweiflungstat einer taumelnden Verkehrsstadträtin. Dem Wiener Steuerzahler aber eine politischen Überlebenskampf in Rechnung zu stellen, ist eine Zumutung“, kritisierte der Wiener ÖVP-Chef Manfred Juraczka via Aussendung.

Die Verkehrsberuhigung der Einkaufsstraße hat bereits in der Vergangenheit immer wieder für Aufregung gesorgt. SPÖ und Grüne sind klar für die verkehrsberuhigte Zone, die FPÖ klar dagegen. Nur die ÖVP hat sich nicht auf Ja oder Nein festgelegt, wie die „Wien heute“-Interviews mit den Parteichefs gezeigt haben - mehr dazu in „MaHü“: Die Positionen der Parteien. 

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