Burgtheater will eine Produktion einsparen

Die beiden Geschäftsführer des Burgtheaters, Matthias Hartmann und Thomas Königstorfer, haben am Donnerstag in einer Ensemble-Vollversammlung angekündigt, kommende Saison eine Produktion einzusparen, berichtet die „Presse“.

Die beiden Verantwortlichen haben „angesichts der angespannten Situation im und rund um das Burgtheater“ die wirtschaftliche Situation des Hauses erläutert. Dem Bericht zufolge soll sowohl im künstlerischen als auch im technischen Bereich künftig so weit wie möglich auf Gäste oder Mitarbeiter von außen verzichtet werden. Die Jahresverträge von fünf Schauspielern (Therese Affolter, Corinna Kirchhoff, Liliane Amuat, Udo Samel und Michael Masula) sollen nicht verlängert werden. „Jeder hier zittert zurzeit um seinen Platz“, wird ein Ensemblemitglied zitiert.

Burgtheater
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Burgtheater-Vizedirektorin: „Kein Parallelsystem“

An der finanziell angespannten Situation des Burgtheaters soll die ehemalige Vizedirektorin Silvia Stantejsky Schuld tragen. Ihr wird vorgeworfen, sie habe sich persönlich bereichert. Die entlassene Vizedirektorin und ehemalige kaufmännische Geschäftsführerin wies die ihr zu Last gelegten Vorwürfe aber vehement zurück. Die Entlassung habe sie „ganz kalt getroffen“ - mehr dazu in Burgtheater-Vizedirektorin: „Kein Parallelsystem“.

Anfang Jänner hatte deshalb der Chef der Bundestheater-Holding, Georg Springer rund um die Finanzunklarheiten des Burgtheaters eine externe Prüfung bis Mitte oder Ende Februar angekündigt - mehr dazu in Burgtheater-Konflikt: Prüfung bis Februar.

Rund um die Causa war zuletzt auch noch ein Streit zwischen Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann und Ex-Burgtheater-Direktor Nikolaus Bachler ausgebrochen - mehr dazu in Burgtheater: „Duell“ Bachler-Hartmann.

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