Zebrastreifen für Begegnungszone?

Die Begegnungszonen auf der Mariahilfer Straße sind die ersten ihrer Art in Wien. Die Idee dahinter ist, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen. Doch es könnte dort auch wieder Zebrastreifen geben.

Eine Wiedereinführung von Zebrastreifen in den Begegnungszonen vor allem für ältere Menschen und Kinder werde man sich „ganz genau ansehen“, hieß es von den Grünen. „Wir gehen davon aus, dass die neue Pflasterung ein neues Verhalten von Fußgängern, Autofahrern und Radfahrern auslöst“, sagte ein Sprecher von Maria Vassilakou (Grüne) auf Anfrage.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) soll die Begegnungszone in den ersten Wochen nach der Abstimmung beobachten und eine Studie erstellen. Man werde dann danach Entscheidungen treffen, sagte der Sprecher. Es sei nicht auszuschließen, dass an wichtigen Querungen dann auch wieder Zebrastreifen kommen, hieß es.

Straßenbereich soll gleichberechtigt benützt werden

Die Schaffung von Begegnungszonen ist erst seit der jüngsten Reform der Straßenverkehrsordnung möglich. Das Besondere daran: Fußgänger, Radler und Autos, Motorräder und Lastwagen können den gesamten Straßenbereich gleichberechtigt benützen. Es gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h. Das Parken und Halten ist dort außer für den Lieferverkehr nicht erlaubt. Die Idee dahinter ist, dass alle Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen.

Ab 17. Februar können rund 49.000 Bewohner der Bezirke Mariahilf und Neubau per Briefbefragung über die Verkehrsberuhigung der Mariahilfer Straße, Querungen und Radfahren in der Fußgängerzone abstimmen - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Fragen fixiert.

Derzeit sind rund 50 Teams der Grünen täglich in einem der beiden Bezirke unterwegs, um Menschen bei Hausbesuchen von der Verkehrsberuhigung der Mariahilfer Straße zu überzeugen. Pro Tag schaffen die Teams aus Bezirksräten, Wahlhelfern oder Aktivisten rund 1.000 Haushalte. Daneben stellt sich Vassilakou auch der Kritik bei einer eigenen Kampagne in Kaffeehäuern. Der Auftakt dazu verlief turbulent - mehr dazu in „MaHü“: Hitziger Tourauftakt.

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