Studie: Zu wenig Radabstellplätze

Einer Studie der Technischen Universität (TU) zufolge gibt es in Wien zu wenig Abstellplätze für Fahrräder. Steigt der Radverkehr wie geplant, dann fehlen bis zu 32.000 Plätze, besonders in der Inneren Stadt.

Laut Studie des Instituts für Verkehrswissenschaften der TU gibt es in Wien derzeit Abstellplätze für rund 32.000 Fahrräder. Steigt der Radfahranteil wie geplant, müssen 32.000 bis 47.000 Plätze mehr geschaffen werden.

Vor allem in der Inneren Stadt, in die besonders viele Menschen mit dem Rad zur Arbeit pendeln, ist der Bedarf groß - besser sieht es dagegen in der Josefstadt aus, hier ist die Versorgung bereits jetzt „recht gut“.

Abgestellte Fahrräder
Fotolia/grafxart
In Wien fehlen laut Studie in den nächsten Jahren tausende Fahrradabstellplätze

Zwei Drittel an Abstellanlange geparkt

Zwei Drittel der Wiener Fahrräder werden laut der Studie, die im Auftrag der Wiener Umweltanwaltschaft erstellt wurde, an Fahrradabstellanlagen geparkt. Etwa zehn Prozent werden widerrechtlich geparkt - also zum Beispiel an einem Verkehrsschild, wenn der Gehsteig weniger als 2,5 Meter breit ist.

Der passende Abstellplatz am richtigen Ort ist laut Studienautor Paul Pfaffenbichler auf jeden Fall wichtig, um die Attraktivität des Radfahrens zu steigern. „Das Fahrrad soll direkt vor dem Gebäude stehen, auch wenn es ein Stück weiter vielleicht eine Abstellanlage gäbe“, wird er zitiert. Der Verkehrswissenschafter empfiehlt deshalb, unbeliebte Abstellplätze aufzulassen und neue dort zu errichten, wo besonderer Bedarf besteht.

Besonders bei U-Bahn-Stationen sollen mehr Abstellplätze für Fahrräder errichtet werden, weil immer mehr Menschen ihre Wege in Kombination von Bike und Bus, Bim oder U-Bahn zurücklegen. Die Auslastung der Radabstellanlagen an U-Bahnhöfen steigt jährlich um 30 Prozent, hieß es vom Wiener Fahrradbeauftraten Martin Blum - mehr dazu in Mehr Radständer bei U-Bahn-Stationen (wien.ORF.at; 16.9.2013).

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