Kein Hartmann-Stück am Burgtheater

Das Stück „Der falsche Film“ von Matthias Hartmann wird in dieser Spielzeit am Burgtheater nicht aufgeführt. Aussagen von Hartmanns Anwälten hätten zu „starker Unruhe“ geführt, meinte die künstlerische Leiterin Karin Bergmann.

Noch bei ihrem Amtsantritt hatte Bergmann ihren Vorgänger dazu eingeladen, seine „fast fertige“ Inszenierung fortzuführen. Die Premiere von „Der falsche Film“ war für 6. April im Akademietheater angesetzt. Nun sah sich Bergmann gezwungen, ihr Angebot an den Ex-Burgchef vorläufig zurückzuziehen.

Seit dem Pressegespräch von Hartmanns Anwälten, die dessen Entlassung als „unberechtigt und unwirksam“ titulierten und hohe Gagen- und Abgeltungsforderungen stellten, gäbe es „wieder eine starke Unruhe im Haus“, so Bergmann gegenüber den „Salzburger Nachrichten“. Hartmanns Anwälte hatten betont, dass kein Entlassungsgrund genannt worden war - mehr dazu in „Burg“: Hartmann will zwei Mio. Euro (wien.ORF.at; 26.3.2014).

„Kein Probenalltag vorstellbar“

„Solange die juristische Klärung andauert, ist ein unbelastetes künstlerisches Arbeiten im Probenalltag des Hauses nicht vorstellbar, die Situation für die daran beteiligten Schauspieler und Schauspielerinnen nicht tragbar“, wird Bergmann in einer Vorabmeldung eines „Standard“-Interviews vom Montag zitiert. Sie hoffe für die Zukunft weiter auf eine gute Lösung für das Projekt.

Aufsichtsratschef Christian Strasser will das Burgtheater wieder in eine stabile finanzielle Lage bringen. Angestrebt werden zehn bis 15 Maßnahmen, darunter der Verkauf der Probebühne - mehr dazu in Maßnahmenpaket soll Burgtheater sanieren (wien.ORF.at; 27.3.2014).

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