Springer: „Hartmanns Anwürfe sind absurd“

Das Geplänkel rund um das Burgtheater geht weiter. Bundestheater-Chef Georg Springer konterte ein „Spiegel“-Interview, in dem der Ex-Burg-Chef heftige Kritik an ihm übte: „Herr Hartmann agiert nach dem Motto: Mir ist jedes Mittel recht.“

„Seine Anwürfe sind derart absurd, dass ich dazu keine Stellungnahme abgeben möchte“, kommentierte Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer am Montag das aktuelle „Spiegel“-Interview von Matthias Hartmann. „Herr Hartmann agiert nach dem Motto: Mir ist jedes Mittel recht.“ Gegenüber dem „Spiegel“ hatte Hartmann scharfe Kritik an Springer geäußert - mehr dazu in Ex-Burg-Chef Hartmann: „Bin kein Buchhalter“.

Man habe „der Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien schon vor Wochen eine ausführliche Sachverhaltsdarstellung und auch dem Rechnungshof laufend die einschlägigen Unterlagen übermittelt. Und dort gehören sie auch hin“, so Springer.

Georg Springer
APA/Herbert Neubauer
Kontert die Vorwürfe: Georg Springer

Hartmann: „Er gibt mich als Bauernopfer preis“

Im „Spiegel“-Interview sagte Hartmann über Springer etwa: „Nehmen wir mal an, Springer hätte von der ganzen Sache in dieser Form nichts gewusst, nehmen wir also das Beste an, dann muss er genauso konzedieren, dass ich es auch nicht hätte wissen können, und mich in Schutz nehmen. Nehmen wir aber an, dass er es gewusst hat, dann trifft ihn die doppelte Schuld. Er gibt mich als Bauernopfer preis, schickt mich in dieses Feuer, um von sich und seinem Wissen abzulenken.“

Ausführlicher ist eine Stellungnahme, die Bernhard Hainz, Rechtsanwalt der Burgtheater GmbH, in einer Aussendung abgibt: „Matthias Hartmann sagt richtiger Weise im Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘, er sei kein Buchhalter. Aber man muss kein Buchhalter sein, um zu wissen, dass Bargeldannahmen und Steuerhinterziehung nicht Bestandteil einer ordentlichen Geschäftsführung sind.“

Arbeitsgerichtsprozess um Stantejsky gestartet

Matthias Hartmann habe entgegen seinen Beteuerungen sehr wohl und schon seit Juli 2009 Kenntnis von der Schwarzgeldpraxis der früheren Burgtheater-Geschäftsführung gehabt und sei „aktiver Teil dieses Systems“ gewesen, so Hainz.

Im „Spiegel“ entgegnet Hartmann auf die Vorwürfe, er sei Teil des Systems gewesen, habe davon gewusst und davon profitiert: „War ich nicht, habe ich nicht.“ Laut Hainz werden sowohl die entlassene Vizedirektorin Silvia Stantejsky, deren Klage vor dem Arbeitsgericht am Montag erstmals verhandelt wurde, als auch Matthias Hartmann von der Korruptionsstaatsanwaltschaft Wien als Beschuldigte geführt.

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