E-Zigaretten immer öfter verboten

Elektro-Zigaretten, die statt Rauch nur geruchslosen Wasserdampf freisetzen, werden immer beliebter. Laut Tabakgesetz dürfen sie überall verwendet werden, also auch in Nichtraucher-Bereichen. Doch immer mehr Unternehmen verbieten E-Zigaretten.

Immer öfter wird gedampft statt geraucht, vor allem, weil Rauchverbote nicht für E-Zigaretten gelten. Bei den Wiener Linien und in den städtischen Bädern sind sie dennoch verboten - mehr dazu in Wien verbannt E-Zigaretten aus Bädern. Als Begründung heißt es, die elektronischen Glimmstängel hätten eine negative Vorbildwirkung.

Frau raucht E-Zigarette
dpa/Marcus Brandt

E-Zigarette der Zigarette zu ähnlich

Außerdem könne man auf den ersten Blick nicht sehen, ob es sich um eine herkömmliche oder eine elektronische Zigarette handelt. Verbote für die E-Zigarette gibt es aus diesem Grund auch am Wiener Flughafen, bei Flugzeug-Linien und in den ÖBB-Zügen.

In den Wiener Spitälern gibt es noch keine klare Regelung. Anders ist die Situation in den rund 8.000 Wiener Gastronomiebetrieben. Auch da fehlt eine einheitliche Linie. Jeder Wirt entscheidet laut Wilhelm Turecek, Spartenobmann in der Wiener Wirtschaftskammer, selbst, ob auch im Nichtraucher-Bereich gedampft werden darf.

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Wirkung von E-Zigaretten kaum untersucht

Das EU-Parlament hatte im Februar den Verkauf von E-Zigaretten als Tabakprodukt geregelt. Die Regelung sieht vor, dass sie keine Zulassung als Arzneimittel erhalten müssen, außer es wird gesundheitsbezogen damit geworben. Verführerische Verpackungen beispielsweise in Form von Lippenstiften darf es nicht mehr geben. Verharmlosende Werbung soll verboten werden, also Beschreibungen wie „mild“ oder „natürlich“.

Allgemein raten Experten zur Vorsicht bei E-Zigaretten. „Es gibt kaum Untersuchungen dazu. Daher wissen wir derzeit noch nicht, ob sie nicht zumindest gleich schädlich sind“, sagt etwa Andjela Bäwert von der MedUni Wien.

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