Karlskirche: Reinigung um 13.000 Euro

Die Sanierungsarbeiten nach dem Graffiti-Vandalismus an der Karlskirche werden noch bis Ende nächster Woche dauern. Zwei Firmen sind damit beschäftigt. Die Reinigung der Sockel, Mauern und Statuen wird rund 13.000 Euro kosten, heißt es.

Vergangenes Wochenende hatten Unbekannte an der Fassade der Karlskirche im vierten Bezirk schweren Sachschaden angerichtet, indem sie Sockel, Mauern, Säulen und Statuen mit Graffitis beschmierten. Schon am Montag begannen die Reinigungsarbeiten zur Beseitigung der Vandalismusschäden.

Die Unbekannten hätten einen „verheerenden Schaden“ angerichtet, sagt Markus Schindler, Geschäftsführer der Firma „green concepts cleaning“, die die Graffitis auf den Mauern, Sockel und Säulen entfernt. „Bei einem Denkmal muss man vorsichtig und substanzschonend arbeiten.“ Der sensible Sandstein dürfe nicht angegriffen werden. Daher arbeite man mit pH-neutralen Reinigungsmittel, die die Farbe lösen.

Die beiden beschädigten Statuen werden von den Restauratoren des Wiener Ateliers Gurtner gereinigt. Jede Farbe müsse dabei anders behandelt werden, beschreibt Christian Gurtner die Schwierigkeit des Einsatzes. „Es wurden Farbmittel und Lacke auf verschiedener chemischer Basis verwendet, die auch ineinander geronnen sind“, sagt Gurtner.

Mit Farbe gefüllte Glühbirnen verwendet

„Es sind mit Farbe gefüllte Glühbirnen auf die Statuen geworfen worden. Dann hat es auch noch geregnet. Diese Ausgangslage erschwert unsere Arbeit.“ Die Experten verwenden keine Säuren oder basischen Substanzen, um den Sandstein nicht zu gefährden. Vorwiegend werden für die Reinigung organische Lösungsmittel und Heißdampf eingesetzt. Insgesamt wird die Reinigung schätzungsweise 13.000 Euro kosten.

Die Schmierereien - unter anderem Schriftzüge wie „Auf Repression folgt Widerstand“ - waren am vergangenen Sonntag auf dem Gotteshaus in Wien-Wieden entdeckt worden. Hinweise auf die Täter gab es auch am Donnerstag noch keine - mehr dazu in Karlskirche beschmiert und in Schmieraktion: Kirche sieht keine Provokation.

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