Dachgleiche des KH Nord gefeiert

2016 soll das Krankenhaus Nord in Wien-Floridsdorf seinen Vollbetrieb aufnehmen. Am Donnerstag wurde Dachgleiche gefeiert. Das Spital soll eines der modernsten Europas und richtungsweisend etwa in Sachen Wohlfühlen werden.

Krankenhaus Nord
APA/Martin Hirsch
Das Krankenhaus Nord

„Die heutige Dachgleiche ist ein wichtiger Schritt, um die spitzenmedizinische Versorgung der Wienerinnen und Wiener auch für die Zukunft sicherzustellen“, sagte die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) bei der Feier am Donnerstag. 20 Monate nach der Grundsteinlegung im Herbst 2012 ist der Rohbau fertig gestellt.

„Flaggschiff“ des Spitalskonzepts

Der Bau des Krankenhauses Nord ist mit einem Bauvolumen von 954 Millionen Euro eines der größten Hochbauvorhaben Österreichs. Nach der Planungsphase liefen ab Frühjahr 2011 die Vorarbeiten auf der Baustelle, im September 2012 erfolgte die Grundsteinlegung. 165.000 Kubikmeter Beton und 22.000 Tonnen Stahl wurden im Zuge der Rohbauarbeiten verbaut. Der Innenausbau und die Fassadenarbeiten haben bereits begonnen. Nach der Inbetriebnahme wird das neue Spital eines der modernsten Spitäler Europas sein.

„Erklärtes Ziel war es, ein Spital zu errichten, das intelligente Lösungen und einen hohen Wohlfühlfaktor bietet“, so KHN-Architekt Albert Wimmer. „Dazu zählen etwa Terminambulanzen, ein modernes Notfall-Zentrum, Healing Gardens, ein eigens entwickelter mobiler Schrank für Patientinnen und Patienten sowie modernste und wohnliche Ein- und Zweibettzimmer“, erklärt KAV-Generaldirektor-Stellvertreter Udo Janßen.

Bereits erste Verzögerungen verzeichnet

Nach Fertigstellung werden die Semmelweis Frauenklinik, das Orthopädische Krankenhaus Gersthof und das Krankenhaus Floridsdorf sowie einzelne Abteilungen aus anderen Krankenhäusern in das Krankenhaus Nord übersiedeln. Im Krankenhaus Nord werden künftig jährlich rund 46.000 Menschen stationär versorgt und etwa 250.000 Ambulanzbesuche erwartet. Doch bis dahin dauert es noch. Als nächster Schritt auf der Baustelle gilt es, die fertig errichteten Bauten mit Gebäudetechnik zu füllen. Die Teilinbetriebnahme ist für 2015 vorgesehen, der Vollbetrieb soll 2016 erfolgen.

Konzept ausgezeichnet

Für das Architektur-Konzept erhielt das Krankenhaus Nord-Projekt beim 9. Weltkongress für Design und Gesundheit in Brisbane, Australien, den internationalen „Design and Health“-Award in der Kategorie „Future Health (Unbuilt) Project“.

Bauliche Probleme hatten in diesem Jahr bereits zu Verzögerungen geführt. Zuletzt wurden Fehlplanungen und Änderungen beim Zeitplan kolportiert. Auch davon, dass finanzielle Reserven für Baukostenüberschreitungen schon großteils aufgebraucht sind, war die Rede. Probleme entstanden demnach auch durch den Konkurs einer an den Fassadenarbeiten beteiligten Firma.

Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) wies die Vorwürfe zurück. Es gebe weder Verzögerungen noch eine ungeplante Kostensteigerung, betonte sie. Es hätten „Risiken“ bestanden, die durch die begleitende Kontrolle aufgedeckt worden seien, hieß es. Der Zeitplan, so versprach sie, werde halten - mehr dazu in KH Nord: Stadt räumt Probleme ein.

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