Kraneinsturz: Ursache noch unklar

Nach dem Kraneinsturz in Wien-Josefstadt am Wochenende prüft die Baupolizei das Gebäude sowie die Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr. Die Betonplatte, auf der der Kran gestanden ist, wird gehoben. Die Ursache für den Einsturz ist noch unklar.

Nach wie vor ist unklar, warum der Untergrund in der Josefstädter Straße nachgegeben hat und der Kran so auf das Haus gekippt ist. Unter der Betonplatte, auf der der Kran gestanden ist, klafft derzeit ein großes Loch. Anrainer berichteten gegenüber dem ORF Wien, dass das Loch bei den Regenfällen am Wochenende mit Wasser voll war. Unter der Straße sei auch ein Kanal, vermuten Anrainer eine mögliche Ursache.

Die Baupolizei war am Montag mit Sachverständigen im Gebäude und prüfte die von der Feuerwehr am Samstag notdürftig errichten Sicherungsmaßnahmen. Zwei Wohnungen bleiben jedenfalls weiterhin nicht bewohnbar. Für die Arbeiten auf dem Gehsteig beziehungsweise der Straße ist die MA28 verantwortlich. Sie prüft derzeit den Untergrund. Eine offizielle Stellungnahme zur Ursache gab es am Montag noch nicht.

Loch in Dach
ORF

Die zwei Wohnungen im Obergeschoß bleiben weiter gesperrt. „Das Dach muss dicht werden. Als Sofortmaßnahme müssen wir schauen, dass das Haus nicht ärgeren Schaden nimmt. Dann schauen wir, dass die Versicherung der Baufirma Kosten übernimmt“, sagt der Eigentümervertreter Manfred Reumann. Das Haus gehört einer Stiftung der niederösterreichischen Landesregierung.

Bewohner bekommt Ersatzwohnung

Ivan Kupresak, der eine der betroffenen Wohnungen bewohnt und großes Glück hatte, bekommt vom Eigentümer eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt. „Es sind ein, zwei Wohnungen frei und wir werden schauen, dass wir uns da mit ihm einigen“, sagt Reumann.

In der Nacht auf Samstag hatte die Fahrbahn Ecke Blindengasse/Josefstädter Straße, auf der das Fundament des Baukrans stand, nachgegeben. Überraschend, wie die Wiener Feuerwehr sagte. Der Kran stürzte in der Nacht auf Samstag auf das gegenüberliegende Haus. Der Ausleger und die Auslegergewichte durchschlugen die Decken von zwei Wohnungen im Obergeschoß. Ein Großeinsatz der Feuerwehr war die Folge.

Die Aufräumarbeiten wurden am Sonntag beendet. Der Kran wurde von einer Spezialfirma geborgen. Sechs der acht Wohnungen konnten wieder freigegeben werden - mehr dazu in Umgestürzter Kran abgebaut. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand, ein Bewohner, der im Schlaf überrascht wurde, hatte großes Glück - mehr dazu in Baukran stürzte auf Wohnhaus.

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