Kraneinsturz: Tragende Mauer zerstört

Die Ursache für den Kraneinsturz in der Josefstadt ist noch unklar. Das Gutachten soll in den nächsten Tagen fertig sein. Der Kran traf eine tragende Mauer des Gebäudes, zwei Wohnungen müssen daher weiter gesperrt bleiben.

Die Wiener Berufsfeuerwehr veröffentlichte ein Foto der Wohnung, in die das Auslegergewicht des Kranes in der Nacht auf Samstag krachte. Die Decke des Wohnzimmers wurde komplett zerstört. Der Mieter Ivan Kupresak schlief gerade im Schlafzimmer nebenan, er hatte großes Glück - mehr dazu in Baukran stürzte auf Wohnhaus. Vom Eigentümer des Hauses wurde ihm jetzt eine Ersatzwohnung zur Verfügung gestellt.

Zerstörte Wohnung
MA 68 Lichtbildstelle
Das Auslegergewicht des Kranes stürzte auf das Dach des Hauses

Die beiden Wohnungen im Obergeschoß müssen weiter gesperrt bleiben. „Das Gegengewicht des Krans fiel auf eine tragende Mauer. Es kann nicht ohne Zweifel ausgeräumt werden, dass diese Mauer noch irgendwelche Schäden aufweist. Dadurch sind die Wohnungen rund um diese Wohnungen gepölzt worden, damit diese Mauer entlastet wird“, sagt Gerhard Cech, der Leiter der Baupolizei. Ein Statiker prüft jetzt, ob diese Mauer die volle Tragfähigkeit hat. Erst dann können die Pölzungen wieder entfernt und die Wohnungen freigegeben werden.

Der Schaden dürfte mehrere 100.000 Euro betragen. Auch einige abgestellte Autos wurden beschädigt. Die Versicherungen der involvierten Firmen müssen jetzt klären, wer dafür aufkommen muss. Gutachten sind dafür aber noch notwendig. Die Expertise des Sachverständigen zur Unfallursache soll in den nächsten Tagen fertig sein. Es geht dabei um die Frage, warum die Straße unter dem Kranfundament nachgab - mehr dazu in Kraneinsturz: Ursache noch unklar. Seit Mittwochfrüh können die Geschäfte im Erdgeschoß des Hauses wieder von Kunden betreten werden.

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