Mahü: Start für Herbstbauphase

Bei den Umbauarbeiten in der Mariahilfer Straße startet die Herbstbauphase. Errichtet wird unter anderem die Fußgängerzone zwischen Neubaugasse und Kirchengasse, der Abschnitt zwischen Andreasgasse und Neubaugasse ist fertig.

Seit Anfang Mai wurde neben dem Fußgängerzonen-Abschnitt Andreasgasse-Neubaugasse auch die Begegnungszone zwischen Schottenfeldgasse und Zieglergasse fertiggestellt. Nun wird der zuständigen MA 28 (Straßenverwaltung und Straßenbau) zufolge mit der „Herbstbauphase“ begonnen. Dabei wird bis 14. November der östliche Teil der Fußgängerzone zwischen Neubaugasse und Kirchengasse realisiert. Zum Weihnachtsgeschäft soll die komplette Fußgängerzone zur Verfügung stehen, verspricht die MA 28.

Grafik Umbau Mariahilfer Straße
APA
Der Umbau erfolgt in drei Phasen

Neue Sitzgelegenheiten, Beleuchtung und W-LAN

Außerdem soll heuer die Begegnungszone West zwischen Zieglergasse und Andreasgasse sowie zwischen Kaiserstraße und Schottenfeldgasse fertiggestellt werden. Wie in den übrigen Abschnitten wird es eine durchgängige Pflasterung geben. Zwischen Neubaugasse und Andreasgasse ist der neue Belag der Fußgängerzone schon fertig - nur die Bäume sind immer noch mit Bauzäunen umstellt. Hier soll in den nächsten zwei Wochen ein wasserdurchlässiger Sonderbelag folgen, berichtete Projektkoordinator Peter Lux.

„Sukzessive“ sollen auch die Sitzmöbel, Wassertische sowie das durchgängige W-LAN folgen. „Spätestens im Herbst soll dann alles fertig sein“, meinte Lux. Zur Überbrückung gibt es derzeit ganz normale Parkbänke. Sie werden dann den eigens designten Sitzmöbeln weichen. Insgesamt sind derzeit 200 von 432 Metern Fußgängerzone geschafft - mehr dazu in Mahü: Nachtparken kommt nicht.

Fotoshow: Erster Bauabschnitt der Fußgängerzone

Alte Steine für Begegnungszone

In der Begegnungszone setzt man auf einheitliche Farbe statt gemusterter Pflasterung. Aus Kostengründen wurden die Steine der „alten“ Mariahilfer Straße wiederverwendet - inklusive alter Kaugummis und Flecken.

Auch wenn sich - ebenso wie in der Fußgängerzone - hier inzwischen alles auf einer Ebene abspielt, markieren zwei Streifen aus hellem Stein in der Mitte der Straße eine Art Fahrbahn. „Die beiden Streifen gibt es auch in der Fußgängerzone, sie ziehen sich identitätsstiftend durch die Mariahilfer Straße“, erklärte Lux. „In der Begegnungszone ist das aber tatsächlich der Bereich, der eher für Autos gedacht ist.“

Änderungen bei Zu- und Abfahrten

Die Einbahnregelung in den Begegnungszonen gilt bereits, die endgültige Beschilderung sowie Bodenmarkierungen will man jedoch erst anbringen, wenn der Umbau abgeschlossen ist. „Durch die Baustelle kann es auch noch Änderungen bei den Zu- und Abfahrten geben“, meinte Lux.

Auch mit einer möglichen Ampel an der Ecke Capistrangasse - hier biegt der 13A auf der unteren Mariahilfer Straße in die Begegnungszone ab - setze man sich derzeit „sehr intensiv“ auseinander. Grund dafür ist vermutlich auch die Kollision zwischen einem Bus und einem Radfahrer vor wenigen Wochen. Eine Entscheidung wird für Herbst erwartet - mehr dazu in Mariahilfer Straße: Radler gegen Bus (wien.ORF.at; 7.7.2014).

Fotoshow: Bauarbeiten auf der Mariahilfer Straße

Abschluss für Juli 2015 geplant

Laut Peter Lux konnte der erste Abschnitt um zwei Wochen früher als geplant freigegeben werden. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Kosten von 25 Millionen Euro eingehalten werden können. 2015 folgen in der Mariahilfer Straße noch Bauarbeiten in der Begegnungszone Ost zwischen Kirchengasse und Getreidemarkt. Begonnen wird voraussichtlich im Februar, der Abschluss soll Ende Juli 2015 folgen.

Die Mariahilfer Straße wird verkehrsberuhigt, also in eine Fußgänger- bzw. Begegnungszone umgewandelt - nachdem bei einer Befragung in den angrenzenden Bezirken eine Mehrheit für den Umbau plädiert hatte. Der Abstimmung war eine monatelange Debatte über die Zukunft der größten Einkaufsmeile des Landes vorausgegangen - mehr dazu in 53 Prozent für Fußgängerzone.

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