Erstmals Aufnahmetests für Lehrer

Ab Montag stehen an den österreichischen Universitäten in verschiedenen Fächern Aufnahmetests an. Den Auftakt macht die Uni Wien bei der erstmaligen Zugangsprüfung für alle Interessenten für ein Lehramtsstudium. Wer duchfällt, darf aber trotzdem studieren.

Rund 2.400 angehende Lehrer haben an der Uni Wien den ersten Teil des Aufnahmeverfahrens, ein Online-Self-Assessment, vor Ablauf der Frist hinter sich gebracht und dürfen damit an dem Test in der Messe Wien teilnehmen. 150 Minuten lang werden die Bewerber in den Bereichen Bildungswissenschaften, Textverständnis und auf ihre kognitiven Fähigkeiten getestet. Das Ergebnis hat allerdings keinen Einfluss auf die Zulassung: Wer schlecht abschneidet, muss zu einem Informations- und Beratungsgespräch, wird aber auf jeden Fall aufgenommen.

ÖH kritisiert Aufnahmetests

Anders ist das an den Universitäten in Graz und Klagenfurt. Hier müssen angehende Lehramtsstudenten die Tests positiv absolvieren, um sich für das Studium einschreiben zu können.

Die Tests sind nicht nur von Uni zu Uni unterschiedlich, sie differieren auch von Fach zu Fach, kritisiert die Österreichische Hochschülerschaft gegenüber der „ZIB 20“. „Die Politik glaubt, wenn man so viele Menschen wie möglich vom Studium abschreckt, nicht in den Clinch zu kommen, dass man mehr Geld in die Hand nehmen muss, um die Hochschulen zu finanzieren“, sagt der stellvertretende Öh-Vorsitzende Bernhard Lahner.

Harte Auslese in Psychologie und Publizistik

In Wien stehen in den nächsten Tagen noch Tests in zahlreichen Fächern auf dem Programm, in denen es auch Platzbeschränkungen geben wird. Am 4. September in Biologie, am 5. September in Pharmazie und am 8. September in Ernährungswissenschaften. Ebenfalls noch ausständig sind die Aufnahmetests in Psychologie (2. September) und Publizistik (3. September). In Psychologie wurde mehr als 5.000 Anmeldungen für 500 Plätze gezählt, in Publizistik rittern 2.300 Bewerberinnen und Bewerber um etwa 1.100 Plätze.

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