13A ab Frühjahr mit neuen Gelenkbussen

Die notorisch überlastete Buslinie 13A erhält eine neue Ausstattung. Die 18 Meter langen Gelenkbusse bedeuten mehr Platz für die Fahrgäste. Dafür passen nun einige Haltestellen nicht mehr, elf müssen adaptiert werden.

Die Gespräche mit den zuständigen Bezirken Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau und Josefstadt laufen bereits, sind diese abgeschlossen, werde mit dem Umbau - hauptsächlich eine Verlängerung der Haltestellen - begonnen, wie eine Sprecherin der Wiener Linien am Dienstag bei der Präsentation der neuen Modelle sagte.

Gelenksbus
APA/WIENER LINIEN/THOMAS JANTZEN
Der größere Gelenksbus soll die Buslinie entlasten

Die Kosten für den Umbau trägt der Straßenerhalter, in diesem Fall also der Bezirk bzw. die Stadt. Betroffen sind u. a. die Stationen Neubaugasse, Rainergasse und Ziegelofengasse. Dauern sollen die Arbeiten pro Station ein, zwei Wochen.

Meistfrequentierte Buslinie Wiens

In die bisherigen Busmodelle konnten sich zu Spitzenzeiten rund 75 Passagiere quetschen, die neuen Busse bieten Platz für 128 Fahrgäste, davon 43 Sitzplätze. Das nehmen die Wiener Linien zum Anlass, auch die Intervalle des 13A zu überarbeiten. Statt alle drei Minuten soll der Bus nur noch alle vier Minuten kommen. Durch die vier Türen, die seitlich nach außen aufgehen statt ins Wageninnere, erwarten die Wiener Linien allerdings einen schnelleren Fahrgastwechsel und dadurch deutlich weniger Verspätungen.

Zur Spitzenzeit, wenn alle 18 neuen Busse im Einsatz sind, werden statt 1.500 Plätzen nun 2.340 Plätze zur Verfügung stehen. Das ist auch dringend notwendig: Mit rund zwölf Millionen Fahrgästen jährlich ist der 13A die meistfrequentierte Buslinie der Hauptstadt.

„Das sind die modernsten Busse, die es derzeit am Markt gibt“, sagte Sebastian Küstner, Referent für den Busbetrieb bei den Wiener Linien und Projektverantwortlicher für die Umrüstung des 13A. Auch für die Anrainer sollen sie Verbesserungen bringen, denn sie sind deutlich leiser als die derzeit im Einsatz befindlichen Fahrzeuge, die zwischen Hauptbahnhof und Alser Straße verkehren. Das haben sich die Wiener Linien auch einiges kosten lassen: Insgesamt etwa 60 Millionen Euro wurden in 217 neue Busse investiert, die nun nach und nach die alte Flotte ersetzen.

Neuregelung bei Busspuren?

Allerdings brauchen die mit Diesel betriebenen Mercedes-Busse auch Platz: Daher überlegen die Wiener Linien derzeit zusätzlich zu den Haltestellenumbauten auch eine Neuregelung der Busspuren: „Es könnte sein, dass einige temporäre Busspuren zu permanenten werden“, sagte die Sprecherin.

Man werde aber versuchen, so parkplatzschonend wie möglich vorzugehen. Ansonsten seien keine Adaptionen notwendig, denn obwohl die neuen Fahrzeuge sechs Meter länger sind als die alten Busse, kommen sie nur auf fünf Zentimeter mehr Breite. Ein engerer Radstand und die moderne Gelenktechnik würden ein unproblematisches Manövrieren durch die engen Gassen der inneren Bezirke erlauben, so Küstner.

Ganz neu sind die Mercedes-Fahrzeuge aber nur für den 13A: Unter anderem auf der Strecke des 48A, des 7A und des 62A sind sie bereits im Einsatz. Jetzt wird die Betriebsgarage Raxstraße gerade mit den neuen Modellen gefüllt. Stehen genügend - inklusive Ersatzbusse - zur Verfügung, wird die Strecke des 13A erstmals befahren. Derzeit rechnen die Wiener Linien mit einem Einsatz im April oder Mai 2015. Nach und nach werden dann auch weitere Linien umgerüstet - auf dem Programm steht etwa noch der 15A.

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