Manner-Einsturz: Noch keine Hinweise

Auch eineinhalb Wochen nach dem Teileinsturz der Manner-Fabrik in Hernals ist die Ursache weiterhin unklar. Laut Baupolizei dauern die Ermittlungen noch an. Die Ursache könnte im schlechtesten Fall, vielleicht auch gar nicht mehr ermittelt werden, heißt es.

Der meterhohe Schutthaufen liegt nach wie vor im Innenhof der Fabrik. Laut Unternehmenssprecherin Gabriele Liebl wird das auch noch die beiden kommenden Wochen so bleiben. Doch erst wenn der Schutt weg ist, können die Ermittler der Baupolizei die Fundamente untersuchen. „Weil keine Gefahr im Verzug besteht, können wir Manner nicht vorschreiben, wann sie den Schutthaufen entfernen lassen“, sagt Hannes Kirschner von der Wiener Baupolizei.

Liegt der Grund für den Teileinsturz aber in den oberen Geschoßen, könnte die Ursache vielleicht auch gar nicht mehr ermittelt werden, sagt Kirschner: „Wenn hier irgendein Vorschaden war, von dem man nichts gewusst hat, dann wird man das vielleicht auch nicht mehr eruieren können, weil das ja alles in sich zusammengebrochen ist.“

Baupolizei „tappt im Dunkeln“

Derzeit tappe man jedenfalls „noch im Dunkeln“, sagt Kirschner. Die Behörde geht weiterhin davon aus, dass die Bauarbeiten nicht der Grund für den Teileinsturz sind - mehr dazu in Manner: Bauarbeiten nicht Ursache. „Die eigentlichen Bauarbeiten waren bereits vor 14 Tagen abgeschlossen. Wenn hier unmittelbar die Bauarbeiten schuld gewesen wären, wäre ja damals schon etwas passiert“, sagt Kirschner.

In den anschließenden Gebäuden darf jedenfalls wegen der Gefahr von Erschütterungen noch nicht wieder produziert werden. Im sogenannten Objekt2 - das vom Teileinsturz nicht betroffen war - läuft derzeit aber die Produktion von Biskotten, Lebkuchen und Keksen.

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