„Mahü“: Fußgängerzone ist fertig

Die viel diskutierte Fußgängerzone in der Mariahilfer Straße ist planmäßig fertig geworden. Am Freitag wird die Eröffnung gefeiert. Fast abgeschlossen sind auch die Arbeiten in der oberen Begegnungszone.

Lange Zeit war die Umgestaltung der beliebten Einkaufsstraße Mariahilfer Straße der kommunalpolitische Aufreger schlechthin. Wobei es nicht nur um die Frage der partiellen Verbannung des Autoverkehrs per se ging. Auch die Umsetzung der Testphase verlief nicht ohne Probleme. Da das unterschiedliche Fahrbahn- und Gehsteigniveau bestehen blieb, wagten nicht alle Passanten den Schritt auf die Straße.

Fuzo Mahü fertig
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Jetzt ist die Fußgängerzone in der Mahü fertiggestellt

Auch wurde die Buslinie 13 A weiter durch einen Teil der Fuzo geführt. Eine rote Markierung auf der betreffende Strecke signalisierte Fußgängern, dass sie diesen Teil eher meiden sollten. Absperrungen mit Bänken (die das Betreten der Busspur erschweren sollten, Anm.) und Radwege, die keine waren, sorgten ebenfalls für Verwirrung - mehr dazu in Begegnungszonen: Was ist erlaubt? (wien.ORF.at).

Neue Pflasterung und Möblierung verdeutlichen Fuzo

Inzwischen ist Klarheit eingekehrt, nicht nur weil der Bus die Fuzo inzwischen umfährt. Das unterschiedliche Niveau wurde beseitigt, eine einheitliche Pflasterung und eine entsprechende Möblierung machen deutlich: Dies ist eine Fußgängerzone. Auch die obere, bis zur Kaiserstraße reichende Begegnungszone ist fertiggestellt. Sie darf von allen Verkehrsteilnehmern benutzt werden, wobei sich jene mit motorisierten Gefährten auf den durch zwei Streifen angedeuteten Fahrbahnbereich beschränken sollen.

Gebaut wird lediglich noch im Bereich des ehemaligen Stafa-Kaufhauses (zuletzt LaStafa, Anm.), und natürlich im unteren Bereich der „Mahü“. Die Begegnungszone zwischen Kirchengasse und Getreidemarkt wird erst im kommenden Jahr vollendet - mehr dazu in Mahü: Start für Herbstbauphase (wien.ORF.at).

Fuzo Mahü fertig
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Sitzgelegenheiten machen Fuzo deutlich

25 Millionen Euro für Umgestaltung

Gefeiert wird aber schon jetzt. Am Freitag wird sich Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) mit den Bezirksvorstehern der angrenzenden Bezirke Mariahilf und Neubau sowie mit den für das Projekt zuständigen Rathaus-Mitarbeitern dort einfinden. Auch ein Kulturprogramm - mit Bands wie Christoph & Lollo und Wanda - wird geboten.

Ähnliches geschieht schon einen Tag davor, also am Donnerstag. Die neu gestaltete Meidlinger Hauptstraße wird eröffnet. Finalisiert wurden bisher der untere Bereich inklusive des sogenannten Meidlinger Platzls. Der Rest folgt in den kommenden Jahren, wobei die Gesamtkosten für das Projekt mit 15,6 Mio. Euro beziffert werden - mehr dazu in Meidling: Sanierung ohne Aufregung (wien.ORF.at). Die Umwandlung der deutlich berühmteren Mariahilfer Straße schlägt übrigens mit rund 25 Mio. Euro zu Buche.

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