Taxidienst Uber: Bisher keine Vergehen

Der Start des US-amerikanischen Taxidienstes Uber in Wien hat die Taxler in Aufregung versetzt. Von Klagen und Verbot war die Rede. Doch bisher hat sich Uber nichts zuschulden kommen lassen, keine Vergehen wurden registriert.

Uber bietet an, über eine Smartphone-App Fahrten zu bestellen, die in der Regel günstiger sind als herkömmliche Taxis. Zum Start des Angebots vor zwei Monaten war bei der Taxiinnung die Rede von Wettbewerbsverzerrung. Auch ein gänzliches Verbot wurde gefordert - mehr dazu in Taxilenker protestieren gegen Uber und in Taxikonkurrent Uber baut Angebot aus.

Uber sieht sich als Vermittler

Doch jetzt hat sich die Aufregung etwas gelegt. In der Wirtschaftskammer werden zwar Verdachtsmomente gesammelt, konkrete Gesetzesverstöße von Uber gab es bisher aber noch nicht, heißt es. Sobald es einen konkreten Hinweis gibt, werde man losschlagen, heißt es von der Wirtschaftskammer.

Das wäre etwa der Fall, wenn eine Privatperson ohne Gewerbeschein für Uber unterwegs ist. Genau das bietet Uber in Wien aber nicht an, vielmehr arbeitet Uber mit Wiener Fahrtendiensten und Limousinenservices zusammen. Uber sieht sich nur als Vermittler zwischen Kunden und Dienstleister, betreibt selbst aber keine Fahrzeuge. Dieser Service ist aber nicht geregelt. Als die Gesetze für das Taxi- und Fahrtendienstgewerbe geschrieben wurden, gab es noch kein Internet und keine Apps für Smartphones.

Taxler vernetzen sich international

Gegen diese neue Konkurrenz vernetzen sich die Taxler jetzt auch international und wollen selbst Apps für Smartphones anbieten. Mehrere Betreiber, darunter Taxi 40100 in Österreich, haben ein Netzwerk gegründet, das den grenzübergreifenden Einsatz von Smartphone-Apps der Branche vorantreiben soll. 1.850 Taxis seines Unternehmens nutzen die App-Technologie, so Martin Hartmann, Chef von Taxi 40100 laut einer Mitteilung der IRU (International Road Transport Union). „Wir freuen uns Gründungspartner beim ‚IRU Global Taxi Network‘ zu sein.“ Er sieht durch die neue App einen Service-Fortschritt für Taxikunden.

Apps von neuen Taxi-Rivalen wie Uber kann man international nutzen. Anwendungen aus dem klassischen Taxi-Gewerbe sind dagegen meist lokal oder nur in einigen Ländern einsetzbar, wo es Kooperationen mit dortigen Anbietern gibt. Das neue Netzwerk deckt zunächst Städte in 13 Ländern ab.

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