Rudolfstiftung: Neue psychiatrische Abteilung

Ab Dezember finden psychisch kranke Menschen auch in der Rudolfstiftung eine eigene Anlaufstelle. Auch im Hörndlwald in Hietzing soll ein ein Rehabilitationszentrum für psychisch kranke Menschen entstehen.

In der neuen psychiatrischen Abteilung Juchgasse sollen Patienten aus dem dritten, vierten und elften Bezirk Hilfe bekommen. Statt abgeschirmt am Steinhof sollen sie nahe ihrer Wohngegend behandelt werden. „Es ist wichtig, dass die Abteilungen Teil von Schwerpunktkrankenhäusern sind, weil es auch darum geht, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen nicht diskriminiert und stigmatisiert werden sollen“, sagte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) anlässlich der Eröffnung.

Rudolfstiftung: Neue psychiatrische Abteilung
ORF

Niedrigenergiebau kostete 60 Millionen Euro

Der fünfstöckige Niedrigenergiebau hat 60 Millionen Euro gekostet, verfügt über Therapieräume, eine Therapieküche, moderne Krankenzimmer und eine neue Tagesklinik. Das Cafe im Haus wird von pro mente betrieben und bietet ehemaligen psychisch kranken Patienten die Chance auf einen Einstieg in die Arbeitswelt.

Neben der Qualität der psychiatrischen Betreuung sollen die Kranken auch von der Nähe des Stammhauses, der Rudolfstiftung, profitieren. „Viele Patienten sind starke Raucher, haben Diabetes oder sind herzkrank, weil sie sich aufgrund ihrer psychischen Erkrankung selber vernachlässigen. Hier haben sie sehr rasch einen Internisten zur Verfügung“, sagt Abteilungsvorständin Margit Wrobel.

Auch Rehabilitationszentrum im Hörndlwald geplant

Psychische Erkrankungen, wie Burn-Out, Depressionen oder Panikattacken, sollen künftig auch im Hörndlwald in Hietzing behandelt werden. Dort soll ein Rehabilitationszentrum von pro mente für 80 Patientinnen und Patienten auf dem Areal des ehemaligen Josef-Afritsch-Heimes entstehen.

Von Seiten der Stadt wurde auch schon festgelegt, wie viel und wie hoch verbaut werden darf. Es wird betont, dass für die Anrainer der Hörndlwald weiterhin als Erholungsgebiet zugänglich sein soll. Baubeginn könnte - nach Einholung aller Genehmigungen - laut Rathaus 2017 sein. Gar nicht zufrieden ist die Hietzinger ÖVP-Bezirksvorsteherin Silke Kobald. Sie ist gegen das Projekt und spricht von der Zerstörung einer Naturoase.

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