Hochhaus bei Eislaufverein: Masterplan fixiert

Das umstrittene Hochhausprojekt beim Eislaufverein am Heumarkt wird immer konkreter. Die Stadtentwicklungskommission hat nun einen Masterplan beschlossen. Derzeit laufen noch mehrere Prüf- und Widmungsverfahren.

Die geplante Umgestaltung des Areals zwischen Hotel Intercontinental und Eislaufverein bzw. Konzerthaus sorgt seit längerem für Debatten. Nicht zuletzt die Höhe des geplanten Hochhauses (73 Meter) ist umstritten - mehr dazu in Heftige Diskussion über Heumarkt-Projekt. Der Masterplan wurde nun aufgrund einer positiven Machbarkeitsstudie der Technischen Universität (TU) im Auftrag der MA 21 einstimmig beschlossen.

Das freut den Bauherrn, die Wertinvest von Michael Tojner. „Der Eislaufverein wird größer. Er hat die gleiche Eislauffläche oberirdisch und unterirdisch noch eine Eishockeyhalle. Das Konzerthaus wird frei sichtbar, der Platz wird geöffnet“, sagte Tojner gegenüber „Wien heute“.

Modell des geplanten Hochhauses am Heumarkt beim Eislaufverein
ORF

Noch nichts endgültig beschlossen

Die Eisfläche wandert laut Plan näher zur Lothringer Straße, um dem Wohnturm mehr Platz zu machen. Das verbreitert den Gehsteig auf bis zu 20 Meter. Der öffentliche Raum werde dadurch aufgewertet, heißt es in der Studie. Geplanter Baubeginn ist frühestens März 2017. Fertig sein könnte das Siegerprojekt des brasilianischen Architekten Isay Weinfeld dann in den Jahren 2019/2020.

Hochhaus
WertInvest

Tatsächlich ist noch nichts endgültig entschieden. Derzeit sind noch mehrere Prüf- und Widmungsverfahren im Gang. Der Eislaufverein will jedenfalls nicht, dass die Eisfläche durch das Projekt verkleinert werden muss - mehr dazu in Eislaufverein fürchtet um Fläche. Das Areal wurde 2012 von Tojner und der JP-Immobiliengruppe um 50 Millionen Euro gekauft. Der Eislaufverein ist dort Mieter - und zwar noch bis 2058.

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