„Mahü“: Letzter Umbau startet

Der Umbau der Mariahilfer Straße geht ins Finale. Der noch ausstehende Abschnitt zwischen MuseumsQuartier und Kirchengasse wird ab Montag zur Begegnungszone. Die Buslinie 13A muss deshalb über die Stiftgasse umgeleitet werden.

Mahü-Umbau-Grafik
APA-Grafik
Der Umbau im Detail

Der milde Winter macht es möglich: Schon jetzt kann mit dem weiteren Umbau der Mariahilfer Straße begonnen werden. Ursprünglich sollten die Arbeiten für die Umgestaltung des zweiten Abschnitts am 2. März beginnen - mehr dazu in Finale für Umbau der Mariahilfer Straße. „Wir sind über das schöne Bauwetter glücklich“, sagte Matthias Holzmüller, Sprecher der MA 28, im „Wien heute“-Interview.

„Bis spätestens 31. Juli fertig“

„Im oberen Teil haben wir bis jetzt 900 Meter Fußgänger- und Begegnungszone neu gestaltet, der jetzige Abschnitt umfasst ungefähr 700 Meter. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis spätestens 31. Juli mit dem Umbau der Mariahilfer Straße fertig sein werden“, sagt Holzmüller.

In zwei Bauphasen wird der Bereich zwischen dem Getreidemarkt und der Kirchengasse umgebaut, zuerst die Abschnitte Kirchengasse bis Stiftgasse und Karl-Schweighofer-Gasse bis Getreidemarkt. Ab Ende Mai/Anfang Juni folgt das Stück dazwischen. „Das Baufeld in der Mitte ist der allerletzte Abschnitt, den wir bis 31. Juli finalisieren werden“, so Holzmüller.

13A auf Ausweichroute unterwegs

„Die besondere Herausforderung ist natürlich die Aufrechterhaltung des Fußgängerverkehrs und die Gewährleistung der Zugänglichkeit der Geschäftsportale“, so Holzmüller. „Wir werden mit Gittern die Fußgänger so geleiten, dass sie sicher von Geschäft zu Geschäft und von Baufeld zu Baufeld kommen werden.“

Zweites Problem ist der 13A, der jetzt durch die Begegnungszone fährt. Aufgrund der Bauarbeiten wird der Bus umgeleitet. Konkret wird der 13A Richtung Alserstraße nicht erst bei der Kirchengasse, sondern schon bei der Stiftgasse von der Mariahilfer Straße abbiegen. Dann fährt er über Stiftgasse und Siebensterngasse zurück zu seiner Stammstrecke.

"Mahü"-Umbau: Ausweichroute für Buslinie 13A
Wiener Linien
Die Ausweichroute des 13A

Die Haltestellen Mariahilfer Straße/Stiftgasse bzw. Kirchengasse können in der Zeit des Umbaus nicht eingehalten werden. Dafür gibt es Ersatz: Der Bus hält in diesen Monaten in der Stiftgasse vor der Kaserne. Auch die Nachtbuslinie N71 wird diesen Weg fahren. Für die wenigen Wochen, in denen der Abschnitt der Einkaufsstraße zwischen Capistran- und Stiftgasse von Baufahrzeugen erobert wird, tüftelt man noch an einer lokalen Umleitung.

Gemischte Reaktionen von Passanten

Bereits im Vorjahr war dem größten Teil der beliebten Einkaufsmeile ein neues Antlitz verpasst worden. Die Trennung von Straßenfahrbahn und Gehsteigen wurde aufgehoben, der somit kantenfreie Untergrund durchgehend gepflastert und die Straße mit Sitzmöbeln, Pflanzentrögen und neuen Lichtsäulen gestaltet. Der Abschnitt zwischen Kirchengasse und Andreasgasse ist Fußgängern und Radfahrern vorbehalten, der restliche Teil bis kurz vor dem Westbahnhof ist als Begegnungszone ausgestaltet und damit auch für Autos befahrbar - mehr dazu in Neue „Mahü“ offiziell eröffnet.

TV-Hinweis

„Wien heute“ war vor dem Start der Umbauarbeiten auf der Mariahilfer Straße unterwegs. Den Beitrag können Sie in tvthek.ORF.at nachsehen.

Die Reaktionen auf die Umgestaltung fallen gemischt aus. „Gefällt mir ganz gut, die breite Straße, es ist mehr Platz für Fußgänger“, meinte eine Passantin. Ein Passant ist jedoch nur wenig begeistert von der Umgestaltung: „Das ist für mich nur Beton, es gibt keine einzige Grünpflanze und keine Bänke. Ich habe schon andere Fußgängerzonen in Europa gesehen, die mir wesentlich besser gefallen.“

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