Nachbarschaftsgärten immer beliebter

Nachbarschaftsgärten werden in Wien immer beliebter: Rund 50 solcher Gärten gibt es bereits in der Stadt. Beim Hauptbahnhof und in der Seestadt Aspern kommen zwei große neue Projekte dazu. Die Stadt unterstützt die Initiativen.

Spaten, Erde und Gießkanne selbst in die Hand nehmen und das eigene Gemüse anbauen: Das ist in Wien mitten in der Stadt seit ein paar Jahren möglich. Bei den bereits durchgeführten Projekten hat es oft lange Wartelisten gegeben. Um den Bedarf zu decken, kommen ständig neue Nachbarschaftsgärten dazu. „Jährlich tauchen neue Initiativen auf, die in den Bezirken neue Nachbarschaftsgärten entstehen lassen“, sagt Stadtgartenamt-Direktor Rainer Weisgram gegenüber Radio Wien.

Unterstützt werden die Initiativen - sofern sie als Verein organisiert sind - von der Stadt, den Bezirken und dem Stadtgartenamt. „Die Initiatoren treten an Stadt heran, dann werden Flächen gesucht. Sind die gefunden, wird mit dem Verein ein Vertrag abgeschlossen. Das Besondere ist, dass ein Mix aus Generationen und Ethnien entsteht. Es bilden sich neue Gemeinschaften“, sagt Weisgram.

"Karls Garten" am Karlsplatz
ORF
Urban Gardening mitten in der Stadt

Gärten in Aspern und beim Hauptbahnhof

Organisiert sind die Nachbarschaftsgärten von Vereinen mit teils über 150 Mitgliedern, die gemeinsam Paradeiser, Gurken und anderes Gemüse anbauen. Vom Stadtgartenamt gibt es nicht nur Know-How, sondern „die ein oder andere Naturalbeigabe wie zum Beispiel Kräuter, Pflanzen oder kleine Werkzeuge“, sagt Weisgram.

In den neuen Stadtentwicklungsgebieten wie der Seestadt Aspern ist ein relativ großer Garten in Vorbereitung. Aber auch beim neuen Hauptbahnhof im Helmut-Zilk-Park ist ein Gemeinschaftsgarten vorgesehen. „Dort wo sich Menschen neu ansiedeln, die sich nicht kennen, können diese über das gemeinsame Garteln einen Zugang zueinander zu finden“, sagt Weisgram.

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