Spektakulärer Lifteinbau bei neuer U1-Station

2017 wird die Wiener U-Bahn-Linie U1 bis nach Oberlaa fahren. Zurzeit beginnt in den Stationen der Innenausbau, teilweise mit spektakulären Manövern. In der Troststraße in Favoriten wurde am Donnerstag ein 25 Meter langes Liftgehäuse in Millimeterarbeit in die Station gehoben.

Zwei riesige Autokräne waren bei der Station Troststraße im zehnten Bezirk am Donnerstag im Einsatz. Das Gehäuse des Aufzugs ist zehn Tonnen schwer und 25 Meter lang. Die Stahlkonstruktion muss in eine kleine Öffnung eingefädelt werden. Millimeterarbeit, für die die Spezialisten viel Fingerspitzengefühl brauchen. „Es muss im Vorfeld alles gut ausgemacht werden, dann haben wir leichtes Spiel“, sagt der Kranfahrer Martin Rumpold.

Lifteinbau
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Insgesamt werden fünf Aufzugsgehäuse eingebaut. „Die Arbeiter sind seit 1.00 Uhr in der Früh vor Ort, um den Aufzug herzurichten. Natürlich muss man den Kran aufstellen, was sehr viel Zeit benötigt. Der Hub selbst ist dann ein kurzes Thema“, erklärt Christian Nebois, Techniker bei den Wiener Linien.

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Die Aufzüge werden von der Straßenoberfläche direkt mit den Bahnsteigen verbinden. „Wir haben das so gebaut, dass man als Fahrgast kurze Wege hat. Ich komme mit dem Aufzug runter und kann mich dann am Bahnsteig entscheiden, in welche Fahrtrichtung ich will. Es gibt Verbindungen zwischen den beiden Bahnsteigen“, so Anna-Maria Reich, Sprecherin der Wiener Linien.

„Wien heute“, 26.3.2015

Die Rohbauarbeiten in der Station Troststraße sind fast abgeschlossen. Nur mehr ein kleiner Abschnitt des Gleisbetts muss noch betoniert werden, in den kommenden Wochen soll der Gleisbau starten. 2017 soll die U1 dann über den Reumannplatz hinaus bis nach Oberlaa fahren - mehr dazu in Bau der U1-Trasse geht voran.

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