Weiter Wirbel um Reha-Zentrum Hörndlwald

Bei einem Runden Tisch zum geplanten Reha-Zentrum Hörndlwald in Wien-Hietzing sind Standort-Alternativen diskutiert worden. Der Zentrumsbetreiber kann sich andere Standorte vorstellen, mit denen die Stadt aber andere Pläne hat.

Zwei Alternativ-Standorte für das Reha-Zentrum liegen seit dem Runden Tisch am Dienstag vor. Zum einen sind das mehrere unbebaute Flächen im Geriatrie-Zentrum zur Joseph-Lister-Gasse hin, zum anderen freie Flächen am Rosenhügel. Die für das Reha-Zentrum verantwortliche Gesellschaft „Pro Mente“ kann sich beide Flächen vorstellen.

Wie „Pro Mente“-Geschäftsführer Christian Rachbauer gegenüber „Radio Wien“ betonte, bleibt weiterhin der Hörndlwald die erste Wahl: „Wir werden um eine Baubewilligung ansuchen. Sollten unüberbrückbare Probleme auftreten, sind wir natürlich gerne bereit, auch über alternative Möglichkeiten zu diskutieren. Wir werden diese nach unseren Kriterien prüfen und wenn sie geeignet sind, dann können wir uns auch eine Alternative vorstellen.“

Bezirk: Stadt soll Flächen bereitstellen

Silke Kobald, ÖVP-Bezirksvorsteherin von Hietzing, bezeichnete das Ergebnis des Runden Tisches als „wesentlichen Schritt“: „Seitens Pro Mente ist man sich bewusst, dass das Projekt sehr schwierig ist und dass zahlreiche Stolpersteine vorhanden sind. Ein Alternativstandort kommt daher durchaus in Frage, wenn ein passendes Grundstück gefunden werden kann.“

Kobald spielte den Ball schon an die rot-grüne Stadtregierung weiter, diese müsse Pro Mente nun stadteigene und adäquate Flächen zur Verfügung stellen. Mit den Stimmen von SPÖ und Grünen wurde das Projekt im Dezember im Gemeinderat beschlossen - mehr dazu in Burn-Out-Zentrum: Beschluss trotz Protesten (wien.ORF.at; 19.12.2014).

Für den Standort Hörndlwald hatte sich „Pro mente“ trotz Protesten der Anrainer bewusst entschieden. Das Therapiezentrum mit 80 Betten soll demnach auf dem Gelände des ehemaligen Josef-Afritsch-Heimes entstehen - mehr dazu in Anrainer gegen „Burn Out“-Zentrum (wien.ORF.at; 21.11.2014).

KAV: Grundstücke keine Alternative

Von Seiten der Stadt Wien und des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) scheinen die neuen Alternativen nicht passend zu sein. Laut Stadt ist auf dem einzigen Grundstück, das auf dem Rosenhügel für das „Pro mente“-Projekt in Frage kommt, bereits ein Kinder-Reha-Zentrum in Planung.

Vom KAV hieß es in einer Stellungnahme gegenüber wien.ORF.at: „Das GZW ist genauso wenig wie der Rosenhügel eine Alternative. Erstens wegen der zeitlichen Abläufe: Der Bedarf für eine Burnout-Einrichtung ist akut, das GZW wird aber noch bis Ende 2015 als Geriatriezentrum genutzt, das Nachnutzungskonzept ist in Planung. Zweitens wegen des Umfeldes: Sollten im Rahmen der Nachnutzung Bau- und Renovierungsarbeiten notwendig sein (wovon auszugehen ist), fehlt den PatientInnen die gerade bei Burnout so wichtige ruhige Umgebung.“

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