Akkilic: „Kann mich in den Spiegel schauen“

Vor einem Monat ist der grüne Mandatar Senol Akkilic zur SPÖ übergetreten und hat ihr damit eine Blockade eines neuen Wahlrechts ermöglicht. Bei seinem ersten TV-Interview sagte Akkilic, dass er sich noch in den Spiegel schauen könne.

„Selbstverständlich kann ich mich in den Spiegel schauen, weil ich nicht gekauft worden bin. Ich habe einen bewussten Schritt getan“, sagte Akkilic am Montag gegenüber „Wien heute“. Seinen Wechsel begründete Akkilic damit, dass er bei den Grünen nach der Wien-Wahl am 11. Oktober nicht mehr im Gemeinderat gesessen wäre.

Sendungshinweis:

Wien heute“, 27.4.2015

„Genügend Raum“ für Ideen bei SPÖ

„Ich glaube, dass es nicht darum geht, wer etwas schlechter macht, sondern es geht darum, wo ich etwas weiterbringen kann. Die Grünen haben bei der Landesversammlung entschieden, dass ich nicht mehr ihr Abgeordneter sein kann und innerhalb der SPÖ werde ich meine Arbeit fortsetzen.“ Akkilic meint, ihm wird bei der SPÖ „genügend Raum“ eingeräumt, dass er seine Projekte und Ideen umsetzen kann.

„Wien heute“-Interview von Elisabeth Tschank:

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Anzeige wegen Bestechlichkeit

In den vergangenen Wochen war immer wieder der Vorwurf aufgetaucht, die SPÖ habe Akkilic „gekauft“, um die Reform des mehrheitsfördernden und damit für die Sozialdemokraten günstigen Wahlrechts zu verhindern. Die NEOS brachten gar eine Sachverhaltsdarstellung bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft ein. Akkilic bestreitet diesen Vorwurf. „Ich habe der SPÖ nicht geholfen das Wahlrecht zu retten“, so Akkilic gegenüber „Wien heute“ - mehr dazu in NEOS zeigt Akkilic wegen Bestechlichkeit an (wien.ORF.at, 3.4.2015).

Die Anschuldigung bestreitet der Mandatar. Der Verlauf der Wahlrechtsdebatte habe ihn „beunruhigt“ - „und ich war damit nicht alleine“. „Ich habe daher nachgedacht, einen Ausweg gesucht und ihn darin gefunden, die Grünen zu verlassen und mit der SPÖ zu stimmen“ - mehr dazu in Akkilic: Parteiwechsel „aus freien Stücken“ (wien.ORF.at; 15.4.2015).

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