Copa-Cagrana-Räumung: Pächter klagt

Auf der Copa Cagrana hat die Stadt letzte Woche nach dem jahrelangen Rechtsstreit acht desolate Lokale abreißen lassen. Der Generalpächter Norbert Weber spricht von einem Schaden in Millionenhöhe und will sich vor Gericht zur Wehr setzen

Vom Imperium des Norbert Weber ist nicht mehr viel übriggeblieben. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion ließ die Stadt vergangenen Mittwoch acht Lokale abreißen lassen. Weber war im Urlaub und spricht jetzt gegenüber „Wien heute“ von einem „Gewaltakt“: „Der Anwalt hat gegen die Frau Sima eine Strafanzeige und gegen die Firma, die hier arbeitet, eine Besitzstörungsklage eingebracht. Wir wissen nicht, auf welcher Grundlage das passiert ist. Mich hat das im Urlaub erwischt“, sagt Weber.

„Mich hat der Pächter angerufen und gesagt ‚Hilfe, die stehlen mir alles. Ich kann mich nicht wehren.‘ Wie im tiefsten Afrika. Sehr gut gemacht, Frau Sima, vielleicht denken sie einmal darüber nach, ob das alles in Ordnung ist“, sagte Weber.

Bis auf auf ein paar Kühlgeräte wurde alles entsorgt, erläutert Martin Jank vom „Wiener Gewässermanagement“. Die Aktion kostete 100.000 Euro - mehr dazu in Lokale auf der Copa Cagrana abgerissen. Jank verwies auf das Räumungsurteil des Bezirksgerichts Donaustadt vom Februar. Auch der Subpächter war mit dem Abriss der Holzhütten einverstanden, sagte Jank.

„Dieser Unterpächter hat uns die Möglichkeit eingeräumt, desolate und abgebrannte Objekte zu entfernen. Wie sie sich erinnern können, war der gesamte Baubereich gesperrt, weil er desolat war. Wir haben dazu auch noch einmal einen Sachverständigen durchgeschickt, der uns das noch bestätigt hat“, erklärt Jank gegenüber „Wien heute“.

Copa Cagrana
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Strandlokale auf neuer Fläche geplant

In den nächsten Wochen wird das Areal gesäubert und begrünt. Anfang Juli kann der Platz von Badegästen genutzt werden, so Jank. Außerdem eröffnet der „Fight Club Vienna“ am Freitag - mehr dazu in Copa Cagrana: „Fight Club“ sorgt für Wirbel. Daneben wird ebenfalls fleißig gebaut. Zwei Cafe-Restaurants um 2,5 Millionen Euro sollen entstehen. In naher Zukunft sollen auch auf der nach dem Abriss neu gewonnenen Fläche Strandlokale entstehen, heißt es von der Stadt. Sie sollen ohne Zwischenpächter betrieben werden. Zuerst möchte man aber das Berufungsverfahren abwarten.

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